
Die Meldung über den Brand ging kurz nach Mitternacht bei der Kantonspolizei Graubünden ein. Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer im zweiten Stock des Gebäudes aus. Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Cazis, Oberer Heinzenberg, Ems Chemie und Albula standen im Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten am Freitagmorgen weiter an. Weil das Treppenhaus während des Brandes einstürzte, musste das Dach mit einem Kran geöffnet werden.
Insgesamt konnten 14 Personen das brennende Gebäude verlassen. Acht von ihnen wurden verletzt: zwei schwer, zwei mittelschwer und vier leicht, teilt die Kantonspolizei Graubünden mit.

Fünf Personen werden weiterhin vermisst. Wie Anita Senti, Sprecherin der Kantonspolizei Graubünden, am Freitagvormittag gegenüber der «Südostschweiz» sagte, weiss die Polizei weiterhin nicht, ob sich die fünf vermissten Bewohnerinnen oder Bewohner zum Zeitpunkt des Brandes im Gebäude aufhielten oder sich andernorts befanden. Weitere Angaben zu den vermissten Personen machte sie nicht.
Aufgrund des eingestürzten Treppenhauses muss das Haus vom Dach her Schicht für Schicht abgetragen werden, um weiter nach den Vermissten suchen zu können, erläuterte Senti.
Die Verletzten wurden vor Ort von Rettungsteams aus Mittelbünden, Chur, Schiers und der Surselva sowie einer Rega-Crew versorgt. Anschliessend wurden sie in die Spitäler in Chur, Thusis, Ilanz und Zürich gebracht.
Für Betroffene, Angehörige und Einsatzkräfte stand das Careteam Grischun im Einsatz. Die Gemeinde Thusis organisierte zudem Unterkunft und Verpflegung. Ein Mitarbeiter des Amts für Umwelt sowie der Fischereiaufseher überwachen vor Ort mögliche Auswirkungen des Löschwassers auf die Umwelt, insbesondere auf den Bach Nolla.
Die Kantonspolizei Graubünden klärt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft die Ursache des Brandes ab. (cri/rem/cbe)