Vreni Spoerry soll Kutteln gegessen haben, damals im Restaurant Harmonie in Bern. Acht Parlamentarier aus den vier Bundesratsparteien sassen zusammen und schmiedeten einen Kompromiss: das neue Mehrwertsteuergesetz. Dreimal wurde die Einführung dieser Konsumsteuer zuvor vom Volk abgelehnt, der damalige Finanzminister Otto Stich fand sie zudem unsozial. Doch die Stimmbevölkerung hiess 1993 den guteidgenössischen Kompromiss, an dem Vreni Spoerry massgeblich beteiligt war, schliesslich gut. Jahre später wird sie in einem SRF-Porträt sagen: «Den Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen zu finden, ist der Kerngehalt der Politik.»
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