Verkehr

Auch an Pfingsten braucht es Geduld: Bis zu 20 Kilometer Stau erwartet

Und wieder will halb Europa ab in den Süden. Die Stauprognose für den Gotthard sieht düster aus. Am Samstag wird eine regelrechte Blechlawine erwartet.
Wer an Pfingsten in den Süden will, der muss mit massiven Staus rechnen.
Bild: Keystone

Plus dreieinhalb Stunden. Wer über Pfingsten in den Süden reisen will, plant voraussichtlich lieber mehr Zeit ein. Der Verkehrsdienst Viasuisse rechnet mit Stauspitzen von bis zu 20 Kilometern vor dem Gotthardtunnel. Das entspricht auch den Werten in den Vorjahren.

Neben dem verlängerten Pfingstwochenende sorgt auch der Ferienbeginn in den Niederlanden sowie in mehreren deutschen Bundesländern für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Daher könne es sich lohnen, bereits am Freitag anzureisen, wie es in der Mitteilung von Viasuisse heisst.

Am Samstag dürfte sich dagegen bereits frühmorgens eine Kolonne vor der Tunneleinfahrt bilden, die sich erst am späteren Abend wieder komplett auflösen werde. Eine gute Hilfe bietet das Stau-Prognosetool von CH Media. Mit diesem kann die Reisezeit optimal geplant und so zumindest die ganz grossen Spitzen vermieden werden.

Auch einige Alpenpässe sind bereits offen

Viasuisse empfiehlt Reisenden aus dem Grossraum Zürich und der Ostschweiz die Umfahrung über die San Bernardino-Route. Sobald der Zeitverlust vor dem Gotthard eine Stunde übersteige, lohne sich diese Umfahrung. «Wer aus dem Mittelland in Richtung Süden will, kann durch den Lötschberg und/oder den Simplon ausweichen», so der Verkehrsdienst. Ebenfalls seien diverse Pässe bereits offen. Ganz sicher ohne Stau komme man aber nur mit dem Zug in den Süden.

Etwas besser sieht es für die Rückreise aus. Auch hier wird zwar mit Wartezeiten gerechnet, diese würden sich aber auf «einstelligem Stauniveau» bewegen, wie Viasuisse schreibt. Es empfehle sich in den frühen Morgenstunden oder am Abend zurückzureisen.

Übrigens: Zumindest wetterbedingt gibt es keinen Grund aus dem Norden über oder durch den Gotthard zu fliehen. Die Temperaturen erreichen beiderseits der Alpenkette sehr sommerliche Höhen. Das Thermometer dürfte teilweise sogar die 30 Grad-Marke knacken. Im Norden dürfte der Temperatursprung dank mässiger Bise insgesamt sogar angenehmer zu ertragen sein. Zudem hat es auf dem Balkon oder im Garten garantiert nie Stau.

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