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Gletscherfund

Gletscher gibt Weltkriegs-Granate frei

Der hitzebedingt abschmelzende Ventina-Gletscher auf der italienischen Seite des Matterhorns bei Cervinia hat mutmasslich eine Artilleriegranate aus dem Zweiten Weltkrieg ans Tageslicht befördert.
Auf dem Ventina-Gletscher auf der italienischen Seite des Matterhorns bei Cervinia hat der geschmolzene Schnee mutmasslich eine Granatae aus dem Zweiten Weltkrieg ans Tageslicht befördert.
Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Die Fundstelle auf einer Höhe von 3090 Metern über Meer wurde abgesperrt.

Eine Privatperson hatte den Fund vor einigen Tagen den örtlichen Carabinieri gemeldet, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch berichtete. Beim Fund handelt es sich wahrscheinlich um eine rund dreissig Zentimeter lange, teilweise oxydierte Artilleriegranate aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem Durchmesser von rund fünf Zentimetern.

Der Fundort liegt ausserhalb von besiedeltem Gebiet. Munitionsspezialisten der italienischen Armee kümmern sich um den Fund.

Dieser reiht sich ein in eine Reihe von Funden, die zurückweichende Gletscher in den letzten Tagen und Wochen freigegeben haben. Am 26. Juli war auf Schweizer Seite auf dem Stockji-Gletscher unweit des Matterhorns die mumifizierten Überreste eines Bergsteigers ans Tageslicht gekommen, der wahrscheinlich schon seit über 30 Jahren dort lag.

Am Montag kam die Meldung von einem weiteren Fund eines menschlichen Skeletts auf dem Chessjen-Gletscher in der Gegend von Saas-Fee VS. Bergsteiger waren auf die körperlichen Überreste eines Menschen gestossen.

Am 4. August wurde auf dem Aletschgletscher ebenfalls im Wallis Teile eines im Juni 1968 abgestürzte Touristenflugzeug, einer Piper Cherokee, gefunden. (sda/ansa)