11.07.2025, 05:00 Uhr
updateAktualisiert: 13.11.2025, 17:09 Uhr
Markus Schönherr
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Am 11. Juli 1995 begann das Massaker von Srebrenica. Obwohl die UNO die Stadt im Osten Bosnien-Herzegowinas als Schutzzone eingerichtet hatte, rückte die bosnisch-serbische Armee immer weiter vor. Am Nachmittag des 11. Juli brachte sie die Stadt unter ihre Kontrolle. In den darauffolgenden Tagen vertrieb sie Zehntausende muslimische Bosniaken. Viele von ihnen wollten sich in die nördlich gelegene Stadt Tuzla durchkämpfen – doch es wurde ein Todesmarsch. Soldaten, Polizisten und Paramilitärs aus der serbischen Volksgruppe ermordeten mehr als 8000 Schutzsuchende, hauptsächlich Männer und Jungen. Die Leichen verscharrten sie in Massengräbern.
