Der Vulkan Fuego in Guatemala hat mit einem heftigen Ausbruch die Bewohner zweier Dörfer in die Flucht getrieben. Acht Dörfer seien vorsorglich geräumt worden, teilte die Geschäftsführerin der Katastrophenschutzbehörde Conred, Claudinne Ogaldes, der Nachrichtenagentur AP mit. Betroffen seien etwa 660 Menschen. Für rund zehn weitere Gemeinden werde eine Räumung in den kommenden Stunden erwartet.
Live-Bilder zeigten, dass der 3763 Meter hohe Fuego Gas- und Aschewolken in die Luft spuckte. Lava und pyroklastische Ströme rasten mit grossem Tempo die Hänge herunter.
«Der Ausbruch gewinnt an Explosivität», teilte das guatemaltekische Institut für Seismologie, Vulkanologie, Wetter und Wasser mit. Aus dem Krater sei eine 200 bis 300 Meter hohe Lavafontäne herausgeschossen.
Die Behörden warnten, in nahegelegenen Ortschaften könne Asche niedergehen. Eine wichtige Autobahn in der Nähe des Fuego wurde gesperrt. Das Bildungsministerium setzte den Unterricht in den umliegenden Ortschaften aus.
Der Fuego gilt als einer der aktivsten Vulkane Guatemalas. Bei einem schweren Ausbruch im Juni 2018 zerstörte er ein ganzes Dorf und brachte Hunderten Menschen den Tod. Insgesamt waren den Behörden zufolge damals bis zu 1,7 Millionen Menschen betroffen. (dpa)

