Was ist passiert?
Katastrophe in Washington: Eine Passagiermaschine ist am späten Mittwochabend beim Anflug auf den Flughafen von Washington mit einem Militärhelikopter des Typs Black Hawk kollidiert. Beide stürzten nach der Kollision über der US-Hauptstadt Washington in den Fluss Potomac. An Bord befanden sich 64 Passagiere und Crew-Mitglieder. An Bord des Transporthelikopters der Streitkräfte sollen sich drei Menschen befunden haben. Nach Einschätzung der Behörden sind alle 67 Personen ums Leben gekommen.
Wie sieht es mit Überlebenden aus?
«Zum jetzigen Zeitpunkt glauben wir nicht, dass es Überlebende gibt», sagte Feuerwehrchef John Donnelly. Die Leichen von 27 Passagieren des Flugzeugs und einem aus dem Helikopter seien geborgen worden.
Feuerwehrchef John Donnelly berichtete, das Wasser an der Einsatzstelle sei etwa zweieinhalb Meter tief, es ist dunkel, trüb und im Wasser schwimmen Eisbrocken. «Man sucht da draussen jeden Quadratzentimeter ab, um zu sehen, ob man jemanden finden kann.» Aber es sei ein gefährlicher und harter Einsatz. «Der Fluss ist ein grosser schwarzer Fleck.»
Eiskunstlauf-Weltmeister-Duo von 1994 unter den Opfern
An Bord der in Washington abgestürzten Passagiermaschine waren sechs Mitglieder des Eiskunstlaufclubs Massachusetts mit ihren Angehörigen. Sie seien auf der Rückreise von einem Trainingscamp für junge Nachwuchstalente gewesen, das im Rahmen der nationalen Meisterschaften im Bundesstaat Kansas stattgefunden hat. «Wir sind erschüttert über diese unsägliche Tragödie und schliessen die Familien der Opfer in unser Herz», zitierte der Sender ABC aus einer Erklärung des Eiskunstlaufverbandes.
An Bord der Maschine soll auch das Duo Evgenia Shishkova und Vadim Naumov gewesen sein, die im Jahr 1994 WM-Gold im Paarlauf gewonnen haben. Die russische Zeitung «Prawda» bestätigt, dass die beiden ebenfalls im Flugzeug gewesen sein sollen.
Wo passierte das Unglück?
Der Ronald Reagan Washington National Airport befindet sich im Verwaltungsbezirk Arlington (Virginia). Aufgrund der engen Platzverhältnisse in der Hauptstadt und der zahlreichen Sperrzonen müssen die anfliegenden Maschinen enge Kurven über den Potomac fliegen.
Direkt gegenüber dem Flughafen ist einer der zahlreichen Stützpunkte der Streitkräfte im Grossraum Washington, die Joint Base Anacostia-Bolling. Langjährige Bewohnerinnen und Bewohner der Hauptstadtregion sind sich gewohnt, dass ständig Militärhelikopter über die Metropole schwirren.
Wie reagiert Präsident Trump?
US-Präsident Donald Trump will nach dem Flugzeugunglück über der US-Hauptstadt Washington zeitnah über die weiteren Entwicklungen informieren. US-Präsident Donald Trump äusserte Unverständnis darüber, wie es zum Flugzeugunglück kommen konnte. «Das Flugzeug war auf einer perfekten und routinemässigen Anfluglinie zum Flughafen», schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social.
«Der Helikopter flog über einen längeren Zeitraum direkt auf das Flugzeug zu. Es ist eine klare Nacht, die Lichter des Flugzeugs leuchteten, warum flog der Helikopter nicht hoch oder runter oder drehte ab?», setzte der Präsident fort. Trump fragte auch, warum der Kontrollturm dem Helikopter nicht gesagt habe, was er tun sollte, anstatt zu fragen, ob die Besatzung das Flugzeug gesehen habe. «Das ist eine schlimme Situation, die so aussieht, als hätte sie verhindert werden müssen. NICHT GUT!!!»
Zuvor hatte sich bereits Trumps Stellvertreter J.D. Vance über X zu Wort gemeldet: «Bitte betet für alle, die heute Abend in die Kollision in der Nähe des Reagan-Flughafens verwickelt waren. Wir beobachten die Situation, aber hoffen erst einmal das Beste.» Das Weisse Haus befindet sich rund sechs Kilometer von der Absturzstelle entfernt.
Was ist über die Unglücksursache bekannt?
In einer ersten Stellungnahme sagte die Bundespolizei FBI, dass es keine Anzeichen für einen terroristischen Anschlag gebe.
Das Verteidigungsministerium und das US-Militär haben umgehend Untersuchungen eingeleitet. wie Pentagon-Chef Pete Hegseth bestätigte. Er bestätigte ausserdem Medienberichte, wonach sich der in das Unglück verwickelte Militärhubschrauber zum Zeitpunkt des Vorfalls auf einem Übungsflug befand. Es ist der erste Absturz einer Passagiermaschine mit Todesopfern in den USA seit dem Jahr 2009.
Wie geht es am Flughafen weiter?
Der Reagan National Airport stellte seinen Betrieb am Mittwoch ein, sämtliche Flüge wurden auf andere Flughäfen im Grossraum Washington umgeleitet. Bereits um 11 Uhr (Ortszeit) soll der Flughafen aber noch heute wieder öffnen. «Es ist sicher», sagte Jack Potter von der Flughafenbehörde der Metropolregion Washington, da die Bergungsarbeiten im Wasser stattfinden.



