Systemkritiker

Flucht per Schlauchboot: 68-jähriger Regimegegner entkommt in filmreifer Aktion aus China

Seit über zehn Jahren versucht Dong Guangping bereits aus seinem Heimatland zu fliehen. Im spektakulären vierten Anlauf steht der 68-Jährige kurz davor, seine Tochter und Frau wiedersehen zu dürfen.
Dong Guangping vor seiner Verhaftung in Thailand: Dieses Mal könnte die Flucht aus China gelungen sein.
Foto: Amnesty International

Als sich Dong Guangping auf seinem Schlauchboot der südkoreanischen Westküste näherte, soll der 68-Jährige bereits das Bewusstsein verloren haben. Zu erschöpfend waren die Küstenwinde während der 30-stündigen Überfahrt. Mindestens 400 Kilometer muss Dong zurückgelegt haben, seit er von der ostchinesischen Küstenstadt Weihai in See stach. Sein Transportmittel: ein drei Meter langes Schlauchboot, ausgestattet mit einem 10-PS-starken Motor. Dass der chinesische Aktivist rechtzeitig von lokalen Fischern entdeckt wurde, hat ihm mutmasslich das Leben gerettet.

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