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Spitzenposten

Ex-Gewerkschafterin wird Chefin über AHV und IV

Nach dem Abgang von Stéphane Rossini hat der Bundesrat eine neue Mrs. AHV ernannt. Die Chefin der Bundes-Pensionskasse Doris Bianchi (50) übernimmt die Leitung des Bundesamts für Sozialversicherungen.
Die neue Chefin des Bundesamts für Sozialversicherungen, Doris Bianchi.
Bild: Keystone

Die künftige Hüterin über die Altersvorsorge heisst Doris Bianchi. Der Bundesrat hat die Juristin, die derzeit Chefin der Bundes-Pensionskasse ist, zur neuen Direktorin des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) ernannt. Das Amt ist nicht nur für die AHV, sondern unter anderem auch für die Invalidenversicherung zuständig.

Doris Bianchi tritt das Amt am 1. September an. Die 50-Jährige ist Nachfolgerin von Stéphane Rossini, dessen Abgang bereits vergangenen Herbst kommuniziert worden war - wenige Monate nach Bekanntwerden des Zahlendebakels bei der AHV. Das BSV hatte über Jahre hinweg die Finanzen des Vorsorgewerks viel zu pessimistisch eingeschätzt. Rossini bleibt noch bis Juni im Amt.

Auf Bianchi warten grosse Aufgaben

Bianchi hat eine steile Karriere hingelegt. Diese begann beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund, wo sie über zehn Jahre tätig war. Vor dem Wechsel zur Bundes-Pensionskasse Publica hat sie als persönliche Mitarbeiterin knapp drei Jahre den damaligen Gesundheitsminister Alain Berset beraten. Zudem war sie schon für die Unfallversicherung Suva tätig und hat sich ehrenamtlich im Bereich Sozialversicherungen engagiert. So war sie beispielsweise Präsidentin der Stitungsrats des Sicherheitsfonds der beruflichen Vorsorge.

Mit diesem beruflichen Rucksack ist Bianchi aus Sicht von Innenministerin Elisabeth Baume-Schneider die ideale Besetzungs für das Amt. Ihr stehen grosse Aufgaben bevor. Im Fokus stehe im Moment die Stabilisierung und Modernisierung der AHV im Rahmen der nächsten AHV-Reform, so Baume-Schneider. Die Eckwerte dazu will der Bundesrat im Sommer präsentieren.