Die Verhandlungen hatten 2018 begonnen und zogen sich über mehrere Jahre hin. «Heute ist ein entscheidender Moment in der Beziehung zwischen Australien und der Europäischen Union», sagte Albanese Reportern am Dienstag in der australischen Hauptstadt Canberra. Das Abkommen sei «wegweisend». Das Abkommen muss noch von den EU-Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament gebilligt und anschliessend offiziell mit Australien unterzeichnet werden.

Von der Leyen und Albanese kündigten ausserdem eine neue Verteidigungspartnerschaft an, die eine engere militärische Zusammenarbeit sowie den Beginn von Verhandlungen über Australiens Beitritt als assoziiertes Mitglied des Forschungs- und Innovationsförderprogramms Horizon Europe vorsieht. Im Rahmen des Handelsabkommens darf Australien insgesamt 30.600 Tonnen Rindfleisch in die EU liefern, davon 55 Prozent zollfrei. Das Abkommen soll zudem die Versorgung der EU mit kritischen Rohstoffen sichern.
Australische Produzenten des italienischen Schaumweins Prosecco dürfen den Namen bei Exporten zehn Jahre nach Inkrafttreten des Pakts nicht mehr verwenden, um Beschwerden über die Nutzung traditionell europäischer Bezeichnungen zu berücksichtigen. (dpa)