notifications

EU drängt China zum Dialog mit Dalai Lama

Die Europäische Union drängt China zur Fortsetzung des Dialogs mit Vertretern des Dalai Lama. Die EU-Aussenkommissarin Benita Ferrero-Waldner wies bei Gesprächen in Peking auf den Gewalt freien Weg des geistlichen Oberhaupts der Tibeter.
Dalai Lama missfällt China
Bild: Keystone

Nach Gesprächen mit der chinesischen Regierung begrüsste Ferrero-Waldner vor Journalisten in Peking die Vorlage eines Memorandums der Exiltibeter über ihre Vorstellungen von Autonomie bei der letzten Gesprächsrunde im November.

"Die Chinesen wollten schon lange eine schriftliche Position sehen." Damit herrsche jetzt Klarheit, dass die Souveränität und territoriale Integrität China "nicht gefährdet" sei. Wichtig seien auch die Teile über die religiösen und ethnischen Rechte sowie die kulturelle Freiheit.

Die Positionen der EU und Chinas in der Tibetfrage seien aber unterschiedlich. "Wir sind uns noch nicht viel näher gekommen." Ferrero-Waldner rief die chinesische Seite auf, die Chance zum Dialog zu nutzen, da das religiöse Oberhaupt der Tibeter die Gewaltfreiheit und einen "mittleren Weg" befürworte.

"Wir sähen gerne eine Fortsetzung des Dialogs." Die chinesische Regierung wirft dem Dalai Lama allerdings vor, auf dem Viertel des chinesischen Territoriums ein unabhängiges "Grosstibet" schaffen und alle Chinesen sowie die chinesische Volksbefreiungsarmee daraus vertreiben zu wollen.

Tibet selber soll nach offiziellen Angaben wieder für ausländische Touristen geöffnet werden. Vom nächsten Wochenende an könnten Ausländer das Hochland wieder besuchen, berichtet die tibetische Tourismusverwaltung nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua. Für ausländische Medienschaffende bleibt das Hochland jedoch weiter gesperrt.