Bill Gates ist in die Offensive gegangen und bat seine Mitarbeitenden um Verzeihung. Bei einer internen Versammlung der «Gates Foundation» sprach er offen über seine Kontakte zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Für seine Nähe zu diesem entschuldigte sich Gates.

Laut einer Aufnahme, die dem «Wall Street Journal» vorliegt, gab der 70-jährige Gründer von Microsoft zudem zu, während seiner Ehe mit Melinda French Gates zwei Affären mit russischen Frauen gehabt zu haben. Zugleich betonte er: «Ich habe nichts Illegales getan.» Laut dem Bericht sagte Gates weiter, er habe eine Affäre mit einer russischen Bridge-Spielerin und mit einer russischen Kernphysikerin gehabt.
Gemäss veröffentlichten E-Mails verfasste Epstein 2013 Notizen an und über Gates, in denen er andeutete, dass dieser ausserehelichen Sex hatte. Dies wurde Ende Januar bekannt. Zuerst schrieb die «New York Times» darüber. Die Gates Foundation bezeichnete die Anschuldigungen zunächst als «absolut absurd und völlig falsch».
Gates beteuert, auf Abstand gegangen zu sein
In einer E-Mail schrieb Epstein demnach, er habe Gates dabei geholfen, Medikamente zu beschaffen, um «mit den Folgen des Sex mit russischen Mädchen fertig zu werden», und dass er Gates Treffen mit verheirateten Frauen ermöglicht habe. Es ist allerdings unklar, ob Epstein die E-Mails jemals an Gates geschickt hat.
Gates seinerseits soll gegenüber seinen Mitarbeitenden betont haben, dass er Epstein letztmals im Jahr 2014 gesehen habe. Danach habe ihm der Finanzier, der 2019 starb, weiter gemailt. Gates beteuert, dass er diese Nachrichten nicht mehr beantwortet habe. (cri)


