Steuerreform

Einverdienerstrafe statt Heiratsstrafe: Wer von der Individualbesteuerung profitiert und wer mehr bezahlt

Die Heiratsstrafe soll weg, aber wie? Der Ständerat spricht sich im Grundsatz für die Individualbesteuerung aus. In trockenen Tüchern ist diese Steuerrevolution aber nicht – weil es Gewinner und Verlierer gibt. Der Ständerat gibt der Vorlage einen konservativeren Anstrich.
Der Zivilstand soll keinen Einfluss mehr auf die Steuerhöhe haben.
Foto: Keystone

Vor 41 Jahren hat das Bundesgericht festgestellt, dass Ehepaare gegenüber Konkubinatspaaren steuerlich benachteiligt werden. Die Kantone haben seither diese Heiratsstrafe abgeschafft und teilweise gar in einen Heiratsbonus verwandelt. Bei der direkten Bundessteuer sind aber sämtliche Anläufe zur Abschaffung der steuerlichen Benachteiligung von Ehepaaren gescheitert. Das Grundproblem ist die Progression. Doppelverdiener-Ehepaare bezahlen deutlich mehr Steuern als gleich situierte Konkubinatspaare. Denn bei den Ehepaaren werden die Einkommen zusammengezählt. Das führt wegen der Progression zu höheren Steuern.

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