Innovation

Kamera filmt im Mund: Dyson lanciert eine Elektro-Zahnbürste – mit künstlicher Intelligenz

Die britische Firma wagt sich in ein neues Geschäftsfeld vor - und sorgt damit auf Social Media für Furore. Der Preis hat es in sich.

Das britische Technologie-Unternehmen Dyson ist bekannt geworden mit seinen modernen, kabellosen Staubsaugern, die ohne Beutel auskommen. Später kamen weitere Produkte für den Haushalt hinzu, wie Ventilatoren, Luftreiniger sowie Beauty-Artikel wie Haartrockner und -glätter.

Nun wagt sich die 1991 vom Erfinder James Dyson gegründete Firma in ein neues Geschäftsfeld vor und sorgt damit auf Social Media bereits für Furore.

An der Technologiemesse IFA in Berlin stellte sein Sohn und Firmen-Chefingenieur Jake Dyson nämlich eine elektronische Zahnbürste namens Dyson Camera Jet vor, die mit einer KI-Kamera ausgestattet ist. Der Preis: Rund 500 Franken.

Die integrierte Mini-Kamera soll die Zahnzwischenräume erkennen und dort Plaque entfernen. Dies geschieht durch das gezielte und automatische Spritzen von Mundspülung, die in der Zahnbürste integriert ist. In den sozialen Medien wimmelt es bereits von Videos von Leuten, welche die Bürste ausprobiert haben, genauso aber von Memes und Clips, welche den teuren Kaufpreis auf die Schippe nehmen.

Laut Dyson wurde die Innovation über sechs Jahre von 661 Dyson-Ingenieurinnen und -Ingenieuren entwickelt. Sie gehe Herausforderungen der Mundpflege an: übersehene Zahnzwischenräume, unregelmässige Zahnseide-Routinen und Putzen, das hinter den empfohlenen Abläufen zurückbleibt. «Das System analysiert 28 Live-Bilder pro Sekunde, nutzt 16 Millionen Codezeilen und wurde mit mehr als 470'000 Bildern trainiert», heisst es in einer Mitteilung.

Die Zahnbürste ist über Wlan und Bluetooth verbunden. Über eine App lässt sich der Putzprozess live mitverfolgen. Bilder werden laut Dyson nicht gespeichert. (bwe)

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