«Die Schweizer Wirtschaft wird auch wieder Stellen schaffen» – Vontobel-Chef Zeno Staub demonstriert bei seinem Besuch in St.Gallen Zuversicht und ist erstmals seit einem halben Jahr frei von Jetlag

Vor zwei Jahren hat das Bankhaus Vontobel der Raiffeisen-Gruppe die Privatbank Notenstein La Roche abgekauft. Dieser Tage weilte Vontobel-Chef Zeno Staub am ehemaligen Notenstein-Hauptsitz in St.Gallen. Für den Rheintaler war es eine Rückkehr zu den Wurzeln seiner Karriere. Er spricht über Kunden, die sich lieber am Telefon als per Video beraten lassen, die Coronakrise und den ausbaufähigen Frauenanteil in der Bank.
Weiss, dass Vontobel beim Frauenanteil in der Bank noch Nachholbedarf hat: CEO Zeno Staub.

Im Bankgebäude am Bohl, in einem Eckzimmer unter dem Dach, hatte sich Zeno Staub in den frühen 1990er-Jahren seine ersten Sporen abverdient, als «studentischer Mitarbeiter» der damaligen Wegelin & Co. Privatbankiers, eingestellt vom geschäftsführenden Teilhaber Konrad Hummler. «Von ihm habe ich sehr viel gelernt», sagt Staub. Heute dient das Büro als Nebenraum. Zum Interview bittet Staub ins Sitzungszimmer im ersten Stock, unter den Augen des in Öl verewigten Bankgründers Caspar Zyli und dessen Frau.

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