Deepfake-Skandal

Deepfake-Pornos aus der Schweiz: Opfer kämpfen – Recht hinkt hinterher

Mit neuen KI-Modellen lassen sich stündlich tausende pornografische Deepfakes produzieren. Das Schweizer Recht kennt dafür keinen Straftatbestand. Ein solcher löse das Problem aber auch nicht, sagt Rechtsanwalt Manuel Bertschi.
Neuere KI-Modelle können tausende Bilder ohne Einwilligung der Betroffenen zu pornografischen Inhalten machen - auch Schweizer Influencerinnen sind davon betroffen.
Foto: Marcus Brandt / DPA

Die Vorstellung ist verstörend: Unbekannte nahmen Bilder von Schweizer Influencerinnen und machten sie mit KI-Tools zu Pornos. Die Deepfakes teilten sie seit 2024 in zwei öffentlich zugänglichen Telegram-Foren mit mehreren hundert Mitgliedern, auch gegen Geld, wie eine Recherche des «Tages-Anzeigers» zeigt. Acht Influencerinnen wollen nun juristisch dagegen vorgehen. Doch die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass die Täter höchstens mit einer mittleren Geldstrafe davonkämen, sagen Expertinnen.

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