Claudio Zali

Frauengeschichten und Strafverfahren: Die Schlinge um den Tessiner Regierungspräsidenten zieht sich zu

Die Lega dei Ticinesi hat ihren angeschlagenen Regierungsrat Claudio Zali am Dienstag zu einem Krisengipfel geladen. Das publizistische Sprachrohr der Partei hat sich von ihm distanziert.
Regierungspräsident Claudio Zali steht im Zentrum eines politischen Sturms.
Foto: Pablo Gianinazzi/Ti-Press/Keystone

Die Parteispitze der Lega dei Ticinesi hat Claudio Zali am Dienstag zu einem Krisengespräch geladen. Wo das Treffen stattfand, bleibt geheim. Bekannt ist lediglich, dass Lega-Koordinator Daniele Piccaluga, Vizekoordinator Alessandro Mazzoleni sowie die beiden Lega-Regierungsräte Norman Gobbi und Claudio Zali daran teilnahmen. Über den Inhalt drang vorerst nichts nach aussen. Das Thema war jedoch gesetzt: Es ging um die politische Zukunft Zalis. Vergangene Woche wurde bekannt, dass der amtierende Regierungspräsident in heimlich und illegal aufgezeichneten Telefongesprächen zu Gewalt gegen Frauen aufgerufen haben soll. Die Aufnahmen tauchten zunächst auf Instagram auf, bevor Tessiner Medien den Fall ans Licht brachten. Die Affäre um Zali füllt nicht nur hierzulande das politische Sommerloch, sondern sorgt auch in Italien für Schlagzeilen. Der «Corriere della Sera» sprach von einem beispiellosen Skandal. Dieser schwächt die 1991 gegründete Lega dei Ticinesi weiter.

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