Reportage

Der Kampf um den Buckelwal «Timmy»: Ein Besuch bei den Getriebenen auf Poel

Das Schicksal eines gestrandeten Meeressäugers bewegt die deutsche Öffentlichkeit. Während sich die Politik ihr Handeln von Influencern und Aktivisten diktieren lässt, verfolgen die Einheimischen das Spektakel stoisch und kopfschüttelnd.
Hilfe oder Quälerei? Ein Mann wirft nasse Tücher auf den Rücken des festliegenden Wals (Aufnahme vom 22. April).
Foto: Jens Büttner/Keystone

Am Hafen von Poel stehen die alten Männer, rauchen und stecken ihre Köpfe zusammen. Ihr plattdeutscher Dialekt ist für den Aussenstehenden nicht immer leicht zu verstehen. Allzu viel reden sie ohnehin nicht; auf Fragen reagieren sie unwirsch. «Denen hat man wohl ins Gehirn geschissen», sagt einer von ihnen und meint die Leute, die wenige Meter entfernt auf einem Parkplatz stehen: So weit anzureisen wegen eines Wals, das will ihm nicht in den Kopf hinein.

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