Asyl

Eine einzige Flüchtlingsfamilie kostet 400'000 Franken: Sollte die Schweiz bei der Rückkehrhilfe grosszügiger sein?

Dänemark versucht, Flüchtlinge mit hohen Geldsummen zu einer Heimkehr zu animieren. Der Bund geht davon aus, dass ein solches Modell in der Schweiz politisch umstritten wäre.
Am Bahnhof in Buchs SG kommen 2015 Flüchtlinge aus Syrien an. Die wenigsten von ihnen sind wieder in ihre Heimat zurückgekehrt.
Foto: Urs Bucher

Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner (Die Mitte) katapultierte die Toggenburger Ortschaft Wattwil (9000 Einwohner) mit einer Zahl in die nationalen Schlagzeilen. Eine einzige Flüchtlingsfamilie mit vier unmündigen Kindern koste den Steuerzahler wegen umfangreicher Unterstützungsmassnahmen im Jahr 400'000 Franken, sagte er im letzten Frühling an der Gemeindeversammlung. Am stärksten ins Gewicht fallen die 250'000 Franken für eine Fremdplatzierung eines Kindes. Die Familie hat den Status einer vorläufigen Aufnahme. Das heisst: Sie wird in ihrer Heimat nicht individuell verfolgt, aber eine Rückkehr ist derzeit unzumutbar.

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