Claus Dangel, Geschäftsführer des Winterhorn-Anlagen, bestätigte einen Bericht der "Neuen Urner Zeitung" (Neue UZ). Das Angebot umfasst Sessellift, Schlepplift, Restaurant, Après-Ski-Blockhaus und Talstation mit Land. Das Skigebiet liegt auf einer Höhe zwischen 1453 und 2460 Metern über Meer.
Die Internetauktion ist der letzte Versuch, die defizitäre Anlage vor dem Konkurs zu retten. Die Gesellschaft hat rund 150'000 Franken Schulden. Letzten Winter wurden die Anlagen gar nicht in Betrieb genommen. 100'000 Franken braucht es zudem als Startkapital für die Inbetriebnahme der Bahn, deren Konzession bis 2011 läuft.
Es handle sich um eine eigentlichen Investorensuche, sagt Dangel. Hoffnungen, dass der ägyptische Investor Samih Sawiris einsteigt, haben sich zerschlagen. Sawiris baut im benachbarten Andermatt bekanntlich ein grosses Tourismusresort. Am Winterhorn ist er aber nicht interessiert.
Dangel räumt ein, dass das Winterhorn zurzeit nicht rentabel ist. Das könne sich nach der Eröffnung des Resorts von Sawiris ändern. Zu den Pluspunkten des Skigebietes gehört, dass es schneesicher ist. Das zeigte sich in der Saison 2006/07, als in den unteren Lagen Schneemangel herrschte. Damals erzielte man am Winterhorn Spitzenfrequenzen.
Die Versteigerung im Internet läuft bis zum 17. Juli 2009. Interessenten sollen sich schon gemeldet haben. Bis am Samstag sind jedoch keine konkreten Angebote eingegangen.