Attentat auf Trump

Trump spricht über Attentat ++ Attentäter war ein 20-jähriger Republikaner

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump ist am Samstag während einer Wahlkampfveranstaltung angeschossen worden. Alle Neuigkeiten und Reaktionen im Liveblog.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump ist während einer Wahlkampfveranstaltung angeschossen und am Ohr verletzt worden.

Der mutmassliche Schütze ist tot. Das FBI bestätigt, dass es sich bei dem Schützen um den 20-jährigen Thomas Matthew Crooks aus Pennsylvania handle. Er ist als Republikaner registriert gewesen.

Ein Zuschauer starb bei dem Vorfall, zwei weitere wurden schwer verletzt.

Video zeigt versuchtes Attentat auf Donald Trump:

12:32 Uhr

Montag, 15. Juli

Trump und Biden werben nach Attentat für Einheit

Nach dem Attentat auf Präsidentschaftsbewerber Donald Trump mahnen sowohl der Republikaner als auch der demokratische Amtsinhaber Joe Biden zur Einheit und werben für einen gemässigteren Ton im Wahlkampf. Die politische Debatte im Land sei sehr hitzig geworden, sagte Biden. «Es ist Zeit, sie abzukühlen», mahnte er. «Wir alle haben die Verantwortung, das zu tun.» Gewalt sei nie eine Lösung. «Wir lösen unsere Meinungsverschiedenheiten an der Wahlurne. So machen wir es - an der Wahlurne, nicht mit Kugeln», sagte Biden nach dem Attentat, bei dem Trump am Samstag verletzt worden war.

Trump warb vor Beginn des Parteitags der Republikaner für eine Überwindung der politischen Spaltung im Land. Er habe seine ursprünglich geplante und sehr angriffslustige Rede für den Parteitag verworfen, sagte der 78-Jährige in einem Interview mit der Boulevardzeitung «New York Post». «Ich will versuchen, das Land zu einen», sagte Trump demnach. «Aber ich weiss nicht, ob es möglich ist. Die Menschen sind sehr gespalten.» (dpa)

09:18 Uhr

Montag, 15. Juli

Fotograf hält Schüsse auf Trump aus nächster Nähe fest

Plötzlich hält sich Donald Trump das blutige Ohr und geht zu Boden: Der «New York Times»-Fotograf Doug Mills hat das Attentat auf den Republikaner während einer Wahlkampfveranstaltung in Butler in Pennsylvania hautnah miterlebt - und mit der Kamera eingefangen. Der Fotograf, der seit 1983 Präsidenten für die US-Zeitung porträtiert, gehörte zu den wenigen Bildberichterstattern, die wenige Schritte von Trumps Pult entfernt waren, als die Schüsse fielen.

Er habe bei den plötzlichen Knallgeräuschen zuerst an ein Auto und nicht an Schüsse gedacht, sagte Mills der Zeitung. «Ich machte weiter Fotos. Er (Trump) ging hinter dem Pult zu Boden, und ich dachte, «oh mein Gott, irgendwas ist passiert».» Er habe die Bühnen-Seite gewechselt, um einen besseren Blick auf Trump zu bekommen, und habe ihn weiter fotografiert. «So zäh, wie er in dem einen Bild mit seiner Faust aussah, sehr kämpferisch, so völlig erschöpft sah er in meiner nächsten Aufnahme aus. Sehr, sehr schockiert.»

Während mehr als 35 Jahren Bildberichterstattung über US-Präsidenten habe er stets befürchtet, einmal in solch eine Lage zu geraten, berichtete Mills weiter. «Ich habe mich immer gefragt, was ich in dieser Situation machen würde. Ich hoffe, ich bekomme die richtige Aufnahme. Ich hoffe, ich werde nicht selbst angeschossen.»

Ein Foto zeigt möglicherweise die Kugel

Nach Angaben der «New York Times» fing Mills dabei höchstwahrscheinlich in einer schnellen Foto-Abfolge das heranfliegende Projektil ein. Die Zeitung veröffentlichte dazu die Aufnahmen, die Trump im Moment des Attentats bei seiner Rede am Pult zeigten. Auf ihnen ist zu sehen, wie Trump zunächst gestikulierend spricht, dann mit schmerzverzerrtem Gesicht die Hand zum Ohr nimmt, an welcher dann Blut zu erkennen ist.

Auf einer der hochauflösenden Aufnahmen direkt davor ist ein grauer Strich zu sehen. Nach Angaben des pensionierten FBI-Beamten Michael Harrigan, den die Zeitung als Experten befragte, sei es sehr gut möglich, dass es sich dabei um die Luftverdrängung durch eines der auf Trump abgefeuerten Geschosse handelte. «Der Winkel wirkt etwas tief, um durch sein Ohr gegangen zu sein, aber nicht unmöglich, wenn der Schütze mehrere Schüsse abgefeuert hat.» (dpa)

08:30 Uhr

Montag, 15. Juli

Ein 20-jähriger Republikaner aus Pennsylvania – das ist über den Trump-Attentäter bekannt

Thomas Matthew Crooks heisst der Mann, der auf Donald Trump geschossen hat. Das FBI bestätigte seine Identität, nachdem vorerst kein Ausweis bei ihm gefunden wurde.

Crooks stammt aus Bethel Park im US-Bundesstaat Pennsylvania, wo sich auch die Stadt Butler befindet. Dort fand Trumps Wahlkampfveranstaltung statt. Zuerst hatte die «New York Post» über seine Identität berichtet. Bethel Park befindet sich rund 60 Kilometer südlich des Veranstaltungsorts.

Thomas Matthew Crooks im Jahr 2021. Der 20-jährige gilt als mutmasslicher Schütze.
Bild: Bild: AP

Crooks ist registrierter Republikaner, wie aus dem Wählerverzeichnis der USA hervorgeht. In den Unterlagen ist aber auch zu sehen, dass er 15 Dollar an eine Gruppe gespendet hatte, die demokratische Kandidaten unterstützt. Weshalb Crooks auf Trump geschossen hat, ist noch nicht bekannt.

Laut der «New York Times» war Crooks nicht vorbestraft. Er hatte 2022 die High School in seiner Heimat abgeschlossen. Dabei wurde Crooks eine spezielle Ehrung zuteil, er erhielt eine Auszeichnung von der nationalen Mathe- und Wissenschafts-Initiative. Ein Foto aus einer Online-Übertragung zeigt, wie er den Preis entgegennimmt.

Thomas Matthew Crooks soll als Republikaner registriert gewesen sein.
Bild: Bild: AP

Crooks wurde von Scharfschützen getötet, nachdem er mehrfach auf Trump gefeuert hatte. Er hat sich dabei auf einem Dach eines Gebäudes befunden, das sich rund hundert Meter von der Bühne entfernt befindet, auf welcher Trump auftrat. Dabei wurde er von mehreren Augenzeugen beobachtet. Dass Crooks unbehelligt Position beziehen konnte, wirft zahlreiche Fragen bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen auf. (con, watson.ch)

07:59 Uhr

Montag, 15. Juli

Trump gibt erstes Interview nach dem Attentat: «Ich sollte tot sein»

Der ehemalige US-Präsident sprach im Flieger nach Milwaukee mit der New York Post , welche am Montagmorgen ein Interview mit ihm veröffentlichte.

06:31 Uhr

Montag, 15. Juli

Biden warnt Amerika vor politischer Gewalt

Das Attentat auf Trump hat Ängste vor einer Eskalation im US-Wahlkampf bestätigt. Präsident Biden mahnt nun zur Einheit - und sein Kontrahent steht vor seinem ersten Auftritt nach den Schüssen. (dpa)

20:46 Uhr

SONNTAG, 14. JULI

Biden kündigt Rede an Nation an und fordert Zusammenhalt

US-Präsident Joe Biden hat nach dem Attentat auf seinen Amtsvorgänger und politischen Konkurrenten Donald Trump eine Ansprache an die Nation angekündigt und das Land zum Zusammenhalt aufgerufen. «Wir müssen als eine Nation zusammenstehen», sagte Biden am Weissen Haus und verkündete, er wolle sich am Sonntagabend (in der deutschen Nacht zu Montag) in einer offiziellen Ansprache aus dem Oval Office dazu an die amerikanischen Bürger wenden. (dpa)

Präsident Biden plant einen besonderen Appell an das Land.
Bild: Bonnie Cash / Pool / EPA

19:29 Uhr

SONNTAG, 14. JULI

Schüsse auf Trump: Getöteter Zuschauer warf sich vor Familie

Der bei einem Wahlkampfauftritt von Ex-US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat Pennsylvania getötete Zuschauer war ein Feuerwehrmann und Familienvater. Das gab der demokratische Gouverneur von Pennsylvania, Josh Shapiro, bekannt und sagte, er habe mit dessen Frau und Töchtern gesprochen.

Der Mann sei «als Held gestorben» und habe sich schützend über seine Familie gebeugt, als die Schüsse bei der Trump-Kundgebung gefallen sein. Er sei ein «begeisterter Anhänger» Trumps gewesen. (dpa)

18:23 Uhr

SONNTAG, 14. JULI

Berichte: Bei Trump-Attentäter Teile für Bombenbau gefunden

Nach dem Attentat auf Ex-Präsident Donald Trump haben Ermittler im Auto des Schützen übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge Teile zum Bau von Bomben gefunden. Unter Berufung auf Ermittlungskreise hiess es, bei dem Mann sei auch Zuhause solches Material gefunden worden. Worum es sich dabei genau handelt, ist noch unklar.

Die «New York Times» sprach von zwei «Sprengsätzen» im Auto des mutmasslichen Täters und einem dritten Fund am Wohnort. Auch das «Wall Street Journal» sprach von Sprengsätzen. Der Sender CNN schrieb von «explosivem Material», also Sprengstoff, und wieder andere Quellen von Teilen für den Bau von Bomben.

Die Polizei sperrte die Strasse in Bethel Park, in der der Schütze Thomas Matthew Crooks gewohnt hat.
Bild: Joshua A. Bickel / AP

Das FBI hat den Schützen als Thomas Matthew Crooks (20) aus dem Bundesstaat Pennsylvania identifiziert. Den Berichten zufolge nutzte er für den Anschlag auf Trump ein halbautomatisches Gewehr vom Typ AR-15, das sein Vater gekauft hatte. Bislang gibt es keine Informationen zum Motiv. (dpa)

17:36 Uhr

SONNTAG, 14. JULI

Melania Trump nennt Attentäter «Monster»

Nach dem Angriff auf ihren Mann bezeichnet die frühere First Lady Melania Trump den Täter als «Monster» und ruft die Amerikaner zur Versöhnung auf. Der Angreifer habe darauf abgezielt, die Menschlichkeit und die Leidenschaft ihres Mannes Donald Trump auszuradieren. «Donald, der grosszügige und liebevolle Mann, mit dem ich die besten und die schlimmsten Zeiten erlebt habe», erklärte die frühere First Lady in einem auf der Plattform X veröffentlichten Schreiben. Melania Trump hatte sich zuletzt fast nie öffentlich geäussert und auch keine öffentliche Rolle in Trumps Wahlkampf gespielt.

Die ehemalige First Lady Melania Trump äusserte sich auf Twitter zu dem Anschlag auf ihren Mann.
Bild: Archivbild: Luis M. Alvarez / AP

«Als ich gesehen habe, wie diese gewaltsame Kugel meinen Ehemann, Donald, traf, wurde mir bewusst, dass mein Leben und das Leben (unseres Sohns) Barron kurz vor einer niederschmetternden Veränderung standen», schrieb Melania Trump. Sie dankte den «mutigen» Personenschützern des Secret Service und den Sicherheitskräften, die ihr eigenes Leben riskiert hätten, um ihren Ehemann zu schützen. (dpa)

15:00 Uhr

SONNTAG, 14. JULI

Trump will standhaft bleiben «im Angesicht des Bösen»

Nach dem Attentat auf ihn hat der ehemalige US-Präsident Donald Trump die Nation zur Einigkeit aufgerufen. Zugleich versicherte Trump, er wolle standhaft bleiben «im Angesicht des Bösen». Der 78 Jahre alte republikanische Präsidentschaftsbewerber bedankte sich ausserdem für die Anteilnahme nach den Schüssen während einer Wahlkampfrede in Pennsylvania. «Gott allein» habe das Undenkbare verhindert, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Ein Schuss hatte ihn zuvor am Ohr verletzt.

«Unsere Liebe gilt den anderen Opfern und ihren Familien», schrieb Trump. «Wir beten für die Genesung der Verletzten und bewahren in unseren Herzen die Erinnerung an den Bürger, der auf so schreckliche Weise getötet wurde.»

Jetzt sei es wichtiger denn je, «dass wir vereint sind und unseren wahren Charakter als Amerikaner zeigen, stark und entschlossen bleiben und nicht zulassen, dass das Böse siegt», schrieb Trump. Er freue sich darauf, diese Woche in Wisconsin «zu unserer grossartigen Nation zu sprechen». (dpa)

13:56 Uhr

Sonntag, 14. Juli

Video zeigt mutmasslichen Attentäter

Das Online-Portal TMZ hat ein Video veröffentlicht, das den mutmasslichen Attentäter zeigen soll. Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Mann mit einem Gewehr auf einem Dach auf dem Bauch liegt. Die Tat selbst ist nicht zu sehen, es sind aber mehrere Schüsse und schreiende Menschen zu hören. (zen)

13:13 Uhr

Sonntag, 14. Juli

Die mutmassliche Tatwaffe ist «beliebt» bei «mass shootings»

Ermittler haben nach dem Attentat auf Ex-Präsident Donald Trump übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge ein halbautomatisches Gewehr vom Typ AR-15 sichergestellt. Dieses gilt als mutmassliche Tatwaffe, berichteten unter anderem die «New York Times» und die «Washington Post».

Das Gewehr ist äusserlich fast identisch mit dem Sturmgewehr M16, das der Hersteller Colt an das Militär verkauft. Das AR-15 ist die Ausführung für Zivilisten. Das Gewehr taucht immer wieder in der Diskussion um eine eine Verschärfung des Waffenrechts in den USA auf, weil es in den vergangenen Jahren immer wieder von Schützen bei sogenannten «mass shootings» benutzt wurde.

Die AR-15-Gewehre waren einige Jahre verboten, sind aber seit 2004 wieder frei erhältlich. Befürworter argumentieren, Millionen Amerikaner schätzten das AR-15 als Jagdgewehr, zur Selbstverteidigung oder für die hobbymässige Nutzung auf Schiessständen. (dpa)

12:05 Uhr

Sonntag, 14. Juli

«Angriff auf Demokratie»: Skandinavien reagiert auf Attentat in USA

Nach dem Attentat auf den früheren US-Präsidenten Donald Trump verurteilen auch Regierungschefs in Skandinavien den Angriff. Sie sei entsetzt über die Nachrichten, teilte Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf der Plattform X mit. «Solch politische Gewalt ist absolut inakzeptabel und hat keinen Platz in unseren Gesellschaften», schrieb Frederiksen.

Dänemarks Aussenminister Lars Løkke Rasmussen schrieb: «Ein Angriff auf einen Präsidentschaftskandidaten ist ein Angriff auf die Demokratie an sich.» Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson verurteilten die Tat ebenfalls. «Schweden steht hinter den Vereinigten Staaten und wünscht Donald Trump eine schnelle Genesung», schrieb Kristersson auf X. (dpa)

11:46 Uhr

Sonntag, 14. Juli

Nach dem ersten Schock äussern sich Augenzeugen

Augenzeugen berichten über die Situation vor Ort – ihre Erzählungen werfen bezüglich des offensichtlich gescheiterten Sicherheitskonzeptes an der Veranstaltung Fragen auf.

11:31 Uhr

Sonntag, 14. Juli

Suche nach Motiv des Täters beginnt

Was hat Täter Thomas Matthew Crooks zum offenbar geplanten Attentat auf Ex-Präsident Donald Trump motiviert? Ermittler der Bundespolizei FBI und anderer Sicherheitsbehörden suchen mit Hochdruck nach Antworten auf diese Frage.

«Sie werden im Prinzip seine Biografie schreiben, sie werden rausfinden, wie in den letzten fünf bis zehn Jahren seine psychische Verfassung war, was er gemacht hat, was er vorhatte, ob er zur Schule ging», sagte Ermittlungsexperte Steve Moore im US-Sender CNN. Sie würden auch seine Religion, seine Finanzen und seine gesamten Online-Aktivitäten und alle weiteren relevanten Aspekte seines Lebens genau unter die Lupe nehmen, erklärte er weiter.

Zudem dürften Ermittler schnell herausfinden, ob der Schütze seine Waffe legal erworben hatte und sie aktuell besitzen durfte. Der Erwerb von Feuerwaffen, inklusive halbautomatischer Waffen und Sturmgewehren, ist in den USA relativ einfach. Das ist einer der Gründe dafür, dass es in den USA deutlich mehr Schusswaffenkriminalität gibt.

Ermittler dürften nach Ansicht von Experten auch der Frage nachgehen, wie es dem Schützen möglich war, sich unbemerkt in relativer Nähe zu Trump in «erhöhter Position» ausserhalb des Veranstaltungsortes in Stellung zu bringen und von dort mehrere Schüsse abzufeuern. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber und Ex-Präsident Trump wird vom Secret Service beschützt - die Sicherheitsmassnahmen sind allerdings nicht so umfangreich wie bei einem amtierenden Präsidenten. (dpa)

10:47 Uhr

Sonntag, 14. Juli

Viola Amherd äussert sich zum Attentat

Auf X schreibt die Bundespräsidentin: «Ich bin schockiert über die Schiesserei in Pennsylvania. Gewalt in der Politik ist inakzeptabel und widerspricht all unseren gemeinsamen demokratischen Prinzipien. Die Schweiz denkt an Donald Trump, die Opfer und ihre Familien sowie das amerikanische Volk. Ich wünsche dem ehemaligen Präsidenten eine schnelle Genesung.» (zen)

10:25 Uhr

Sonntag, 14. Juli

FDP-Präsident reagiert auf Attentatsversuch auf Trump

Auch Politikerinnen und Politiker in der Schweiz zeigen sich über das Attentat bestürzt. FDP-Präsident Thierry Burkart bezeichnete die Tat als «schockierend». (zen)

10:00 Uhr

Sonntag, 14. Juli

Moskau nach Attacke auf Trump: US-Politik schürt Hass

Moskau hat das versuchte Attentat auf den republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump als eine Folge von Washingtons «Politik des Schürens von Hass» bezeichnet. Die USA sollten eine Bestandsaufnahme ihrer Politik gegen politische Gegner, Länder und Völker machen, sagte die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa. Sie empfahl den USA, Geld lieber dafür auszugeben, im eigenen Land für Ordnung zu sorgen als etwa massenhaft und unkontrolliert Waffen in die Ukraine zu liefern.

Sacharowa kritisierte in diesem Zusammenhang, dass mit US-Finanzierung von der Ukraine auch Attentate auf Kremlchef Wladimir Putin vorbereitet würden. Zuvor hatte der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanow, von solchen Plänen berichtet. Kiews Geheimdienste und das Präsidentenamt könnten nur mit amerikanischem Geld ihre Arbeit verrichten, sagte Sacharowa.

Worte des Bedauerns oder Genesungswünsche für Trump gab es von offizieller russischer Seite zunächst nicht. (dpa)

09:46 Uhr

Sonntag, 14. Juli

Ivanka Trump äussert sich auf X: «Ich liebe dich, Dad, heute und immer»

Donald Trumps älteste Tochter Ivanka hat sich auf X zum Attentat geäussert: Vielen Dank für Ihre Liebe und Ihre Gebete für meinen Vater und die anderen Opfer der heutigen sinnlosen Gewalt in Butler, Pennsylvania. Ich bin dem Secret Service und allen anderen Polizeibeamten für ihr schnelles und entschlossenes Handeln heute dankbar. Ich bete weiterhin für unser Land. Ich liebe dich, Dad, heute und immer. (zen)

09:40 Uhr

Sonntag, 14. Juli

Scholz: Anschlag auf Trump verabscheuungswürdig

Bundeskanzler Olaf Scholz hat Ex-US-Präsidenten Donald Trump nach dem Attentatsversuch eine schnelle Genesung gewünscht. «Solche Gewalttaten bedrohen die Demokratie», schrieb der SPD-Politiker auf der Plattform X. «Der Anschlag auf US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ist verabscheuungswürdig. Ich wünsche ihm eine schnelle Genesung. Meine Gedanken sind auch bei den Personen, die bei dem Attentat in Mitleidenschaft gezogen wurden.» (dpa)

08:50 Uhr

Sonntag, 14. Juli

Augenzeuge: «Wir haben gesehen, wie ein Typ aufs Dach kletterte»

Ein Augenzeuge behauptete, in einem Interview mit dem britischen Fernsehsender BBC, dass er den möglichen Schützen gesehen habe. Er habe sich auf dem Dach eines Industriegebäudes befunden, das sich ausserhalb des Sicherheitsperimeters befand, aber in Sichtweite der Bühne. Und dass er und seine Freunde die Sicherheitskräfte auf den Mann mit dem halb-automatischen Gewehr aufmerksam gemacht habe. Aber niemand habe eingegriffen. (rr)

08:27 Uhr

Sonntag, 14. Juli

FBI identifiziert Attentäter: Er soll Republikaner gewesen sein

Das FBI hat nach Berichten von mehreren US-Medien bestätigt, dass es sich bei dem Schützen um den 20-jährigen Thomas Matthew C. aus Bethel Park im Bundesstaat Pennsylvania handle. Der Täter soll laut den Wählerverzeichnissen des Bundesstaates als Republikaner registriert sein. (zen)

07:44 Uhr

Sonntag, 14. Juli

Erste Aufnahme von Trump nach dem Attentat

Wenige Stunden nach dem Attentat zeigt ein Video, wie Donald Trump am Flughafen Newark, aus seinem Privatjet steigt und in die Kamera winkt. Gepostet hat es Margo Martin, Trumps stellvertretender Kommunikationsdirektorin: «Stark und widerstandsfähig. Er wird nie aufhören, für Amerika zu kämpfen.» (zen)

07:37 Uhr

Sonntag, 14. Juli

Selenski hofft auf starkes Amerika nach Trump-Vorfall

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat sich über den Vorfall bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump entsetzt gezeigt. «Für solche Gewalt gibt es keine Rechtfertigung und keinen Platz auf der Welt», schrieb Selenski auf der Plattform X. Er sei erleichtert, dass Trump nun in Sicherheit sei, und wünsche ihm eine rasche Genesung. Den Angehörigen des Todesopfers unter den Zuschauern sprach Selenski sein Beileid aus. Er wünsche allen, die entsetzt seien, Kraft und dass Amerika gestärkt aus diesem Ereignis hervorgehe. (dpa)

07:35 Uhr

Sonntag, 14. Juli

Polizei geht nach Trump-Angriff nicht mehr von Bedrohung aus

Die Polizei geht nach dem versuchten Attentat auf den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump nicht mehr von einer Gefahrenlage für die Öffentlichkeit aus. «Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass die Bedrohung andauert», sagte ein Vertreter des FBI bei einer Pressekonferenz.

Er wollte zunächst keine Angaben zur möglichen Identität und dem Motiv des mutmasslichen Täters bekanntgeben. Mehrere US-Medien berichteten, dass es sich bei dem Schützen um einen 20 Jahre alten Mann aus Pennsylvania gehandelt haben soll.

Viele Fragen waren noch offen. Bei dem getöteten Zuschauer und den beiden Verletzten handle es sich um erwachsene Männer, sagte ein Vertreter der Polizei im Bundesstaat Pennsylvania. (dpa)

07:29 Uhr

Sonntag, 14. Juli

Zahlreiche Genesungswünsche aus der internationalen Politik

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich entsetzt gezeigt. «Ich bin zutiefst schockiert über die Schüsse während der Wahlkampfveranstaltung des ehemaligen Präsidenten Trump», schrieb sie am frühen Sonntagmorgen auf X. Sie wünsche Trump eine schnelle Genesung und spreche der Familie des unschuldigen Opfers ihr Beileid aus. «Politische Gewalt hat keinen Platz in einer Demokratie», unterstrich die Kommissionschefin.

Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu zeigt sich erschüttert . «Sara und ich waren schockiert von der offensichtlichen Attacke auf Präsident Trump», schrieb Netanyahu von sich und seiner Frau in der Nacht zum Sonntag bei X. «Wir beten für seine Sicherheit und schnelle Genesung.»

UN-Generalsekretär António Guterres hat den Vorfall auf einer Wahlkampfveranstaltung Donald Trumps laut eines Sprechers als politischen Gewaltakt «eindeutig verurteilt». Guterres sende Trump die besten Wünsche für eine schnelle Genesung, erklärte UN-Sprecher Stephane Dujarric in der Nacht zum Sonntag in New York. (dpa)

07:26 Uhr

SONNTAG, 14. JULI

Der Schütze soll 20 Jahre alt gewesen sein

Laut der «New York Post» soll es sich bei dem Schützen um den 20-jährigen Thomas Matthew Crooks gehandelt haben soll. Eine offizielle Bestätigung steht bisher noch aus.

In den sozialen Netzwerken ist ein Video eines Mannes aufgetaucht, der sich als Thomas Matthew Crooks vorstellt. Der Mann sagt, «ich hasse Trump, aber ihr habt den falschen Typen». Die Echtheit lässt sich nicht verifizieren. (zen)

07:21 Uhr

SONNTAG, 14. JULI

Zuschauer verstorben

Wie der zuständige Bezirksstaatsanwalt, Richard Goldinger, mitteilt, ist ein Zuschauer bei der Attacke ums Leben gekommen. Späteren Angaben zufolge wurden zwei weitere Besucher schwer verletzt. Ein Augenzeuge erzählt NBC News, wie das Todesopfer neben ihm ums Leben kam: «Ich hörte mehrere Schüsse. Der Mann neben mir erlitt einen Schuss in den Kopf, er war sofort tot, fiel auf den Boden der Tribüne.»

Eine Frau wurde offenbar am Unterarm oder an der Hand getroffen. Der Zeuge sagt, es sehe so aus, als sei das Todesopfer in der Schussbahn zwischen dem Schützen und Trump gewesen. (zen)

07:15 Uhr

Sonntag, 14. Juli

Ex-Präsident Barack Obama wünscht Trump schnelle Genesung

Ex-Präsident Barack Obama äussert sich auf X: «In unserer Demokratie gibt es absolut keinen Platz für politische Gewalt. Obwohl wir noch nicht genau wissen, was passiert ist, sollten wir alle erleichtert sein, dass der ehemalige Präsident Trump nicht ernsthaft verletzt wurde, und diesen Moment nutzen, um uns erneut zu Höflichkeit und Respekt in unserer Politik zu bekennen. Michelle und ich wünschen ihm eine schnelle Genesung.» (zen)

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump in Butler (Pennsylvania), kurz nach dem Attentatsversuch auf ihn.
Bild: Evan Vucci / AP

Dieses Bild, das wird den amerikanischen Wahlkampf prägen. Donald Trump, der republikanische Präsidentschaftskandidat, umringt von fünf Agenten des Secret Service. Auf der Wange des Ex-Präsidenten ist Blut zu sehen, und auch an seinem Ohr. Die Agenten drängen, sie wollen die Bühne verlassen, auf der Trump eigentlich eine Wahlkampfrede hatte halten wollen.

Doch Trump, der wenige Momente zuvor flach am Boden lag, beschützt von bulligen Sicherheitskräften, hat es nicht derart eilig. Er hält inne und streckt seine rechte Faust in die Höhe. Dabei sagt er in Richtung Publikum mehrmals «fight», kämpft! Auch ist zu hören, wie er den Secret-Service-Agenten zuruft, dass er die Bühne nicht in Socken verlassen wolle. «Let me get my shoes», sagte Trump, lasst mich meine Schuhe holen gehen.

Die Stimmung war gut, der Präsident bei bester Laune

Schauplatz dieser Szene: Ein Messegelände in Butler (Pennsylvania), eine Stunde von Pittsburgh entfernt. Dort wollte Trump am Samstag, zwei Tage vor Beginn des Wahlparteitags der Republikaner in Milwaukee (Wisconsin), seine Anhängerinnen und Anhänger unterhalten und begeistern. Tausende waren gekommen, trotz drückender Hitze. Die Stimmung war gut, und der Ex-Präsident schien bei bester Laune.

Aber dann waren plötzlich mehrere laute Knalle zu hören, die wie Schüsse klangen. Trump hatte zu diesem Zeitpunkt erst etwa 6 Minuten gesprochen; er war gerade dabei, seine Pläne für die Millionen von Menschen vorzustellen, die unter dem aktuellen Präsidenten illegal in die USA eingewandert waren.

Trump griff sich ans Ohr, und stürzte dann zu Boden. Nach einer Schrecksekunde waren weitere Schüsse zu hören: Scharfschützen eröffneten das Feuer auf einen Mann, der sich auf dem Dach eines nahen Gebäudes installiert und von dort das Feuer auf Trump eröffnet hatte. Der Schütze wurde zwar aus dem Verkehr gezogen; es gelang ihm aber zuvor, einen Mann im Publikum zu töten. Zwei weitere Personen, die sich in der Nähe Trumps befanden, wurden angeblich schwer verletzt. Über die Identität des Todesschützen wurde vorerst nichts bekannt.

Agenten des Secret Service versuchen, Ex-Präsident Donald Trump in Sicherheit zu bringen.
Bild: David Maxwell / EPA

Einige Sekunden später befand sich Trump bereits in seiner kugelsicheren Limousine, auf dem Weg in ein Lokalspital. In einer schriftlichen Stellungnahme gab er später bekannt, dass er am oberen Ende seines rechten Ohrs verletzt worden sei und viel Blut verloren habe. Auch dankte er den Sicherheitskräften für ihr schnelles Eingreifen. Sein Wahlkampf-Stab versicherte, Trump gehe es gut. Sein Sohn Eric versicherte, der Ex-Präsident sei in guter Stimmung. Der Parteitag werde wie geplant am Montag beginnen, meldeten republikanische Offizielle.

Trump meldet sich auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social zu Wort: «Ich möchte dem United States Secret Service und allen Strafverfolgungsbehörden für ihre schnelle Reaktion auf die Schiesserei, die gerade in Butler, Pennsylvania, stattgefunden hat, danken. Es ist unglaublich, dass so eine Tat in unserem Land geschehen kann. Im Moment ist nichts über den Schützen bekannt, der nun tot ist. Ich wurde von einer Kugel getroffen, die den oberen Teil meines rechten Ohrs durchbohrte. Ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmte, da ich ein zischendes Geräusch hörte, Schüsse, und sofort spürte, wie die Kugel durch die Haut riss. Es floss viel Blut, daher wurde mir klar, was geschah. Gott segne Amerika!»

In ersten Stellungnahmen verurteilten hochrangigen Demokraten die Bluttat. So nannte Präsident Joe Biden den Attentatsversuch in einer ersten Stellungnahme «krank». Auch sagte er, für solche Gewalttaten habe es in Amerika «keinen Platz». Biden kündigte an, «Donald» noch am Samstagabend telefonisch zu kontaktieren. (Dieses fand gemäss dem Weissen Haus einige Stunden später statt.) Am Freitag noch hatte der Präsident seinen Konkurrenten während eines Wahlkampfauftrittes in Detroit (Michigan) als «Diktator» bezeichnet und ihn der Vergewaltigung beschuldigt.

Republikaner kritisieren demokratische Angriffe auf Trump

Hochrangige Republikaner wiederum zeigten sich zutiefst bestürzt über den Attentatsversuch gegen den Ex-Präsidenten. Einige wünschten Trump zuerst einmal gute Besserung. Andere Aushängeschilder der Partei wiederum gingen umgehend dazu über, den politischen Gegner zu attackieren. Ex-Speaker Newt Gingrich sagte, dass Trump ständig von Biden und den Demokraten verunglimpft werde, so wie in der Geschichte der USA bisher nur ein Präsident kritisiert worden sei: Abraham Lincoln. (Lincoln war 1865 ermordet worden.) «Das war ein politischer Akt», sagte Gingrich.

Andere Verbündete des republikanischen Präsidentschaftskandidaten spekulierten darüber, wie knapp Trump dem Tod entgangen sei. «Ein Millimeter» habe gefehlt, und der Ex-Präsident wäre von der Kugel im Gesicht getroffen worden, sagte Fernsehmoderator Sean Hannity, ein langjähriger Freund.

Ein Augenzeuge behauptete, in einem Interview mit dem britischen Fernsehsender BBC, dass er den möglichen Schützen gesehen habe. Er habe sich auf dem Dach eines Industriegebäudes befunden, das sich ausserhalb des Sicherheitsperimeters befand, aber in Sichtweite der Bühne. Und dass er und seine Freunde die Sicherheitskräfte auf den Mann mit dem halb-automatischen Gewehr aufmerksam gemacht habe. Aber niemand habe eingegriffen. (rr)