Angehörigenpflege

Fake-Seiten, Fantasielöhne, Firmenfilz: So dreiste Geschäftemacher lockt der Pflegeboom an

Wo Krankenkassen und Gemeinden zahlen, sind Abzocker nicht weit. Im boomenden Markt der Angehörigenpflege tauchen immer fragwürdigere Anbieter auf.
Parallel zur Alterung der Bevölkerung wächst die Zahl der pflegenden Angehörigen in der Schweiz stark.
Foto: Alistair Berg / Getty

Die Webseite ist das Werk eines KI-Schwurblers. Hohle Phrasen, in Unmengen angehäuft. Seitenlang, endlos, rosa unterlegt, mit Pflegebildern, irgendwo aus dem Internet heruntergeladen und mit künstlicher Intelligenz frisiert. Sätze im Stil von: «Viele Angehörige kommen an einen Punkt, an dem sie spüren: So kann es nicht weitergehen». Auf der Webseite geht es sofort weiter, zur Rubrik: Eine «erste Orientierung», und die hat es in sich. Bis 10'584 Franken pro Monat kann verdienen, wer einen Angehörigen pflegt. So verspricht es der aufgeschaltete «Lohnrechner». Es folgt die Aufforderung, Name, Adresse und Telefonnummer einzugeben.

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