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Rückblick

Das waren die sechs kuriosesten Polizeimeldungen des Jahres

Ein Einbrecher, der ein Nickerchen macht, ein 98-Jähriger auf einem Seniorenmobil auf der A7 oder gestohlenes Bullensperma – das waren die kuriosesten Polizeimeldungen des Jahres.

Auch dieses Jahr haben die Verbrecher wieder zugeschlagen. Zu unserem Glück schaute dabei auch die eine oder andere lustige Geschichte heraus.

Hier der Jahresrückblick auf die kuriosesten Polizeiberichte 2025.

Zum falschen Zeitpunkt eingeschlafen

Am 19. Oktober wurde in Arlesheim BL ein mutmasslicher Einbrecher in flagranti erwischt. Der 25-Jährige wurde allerdings schlafend ertappt. Zuvor hatte eine Drittperson einen Einbruch in ihre Wohnung gemeldet. Die angerückte Polizeipatrouille untersuchte die Liegenschaft und konnte die schlafende, verdächtige Person festnehmen.

Senioren-Odyssee auf der A7

Im August fuhr ein 98-jähriger Mann mit einem vierrädrigen Seniorenmobil in Kreuzlingen in falscher Richtung auf die Autobahn A7. Nach einigen hundert Metern wendete er sein weniger als 45 km/h schnelles Fahrzeug und fuhr auf der Überholspur wieder zurück. Kurze Zeit später wurde der Falschfahrer durch eine Patrouille der Kantonspolizei Thurgau angehalten und kontrolliert.

Fleisch mit Gras als Beilage

Zollermittler fanden bei einer Razzia unerwartet eine grosse Hanfplantage.
Bild: BAZG

Im Rahmen von Ermittlungen des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) zur Bekämpfung des organisierten Fleischschmuggels wurde im Raum Lenzburg im November eine Hausdurchsuchung in einem Industriegebäude durchgeführt. Dabei wurde nicht nur rund 1000 Kilogramm Schmuggelfleisch sichergestellt, sondern auch eine illegale Hanfplantage mit rund 6000 Pflanzen. Wie sagt der Finanzprofi? Business muss divers sein.

Begehrtes Bullensperma

Eine Polizeirapport-Trouvaille erreichte uns im Juni aus dem Norden. Damals haben Unbekannte aus einem Viehbetrieb im Osten Deutschlands Bullensperma im Wert von 30'000 Euro gestohlen. Ja, Bullensperma. Darum hier noch ein paar Infos zu Bullensperma:

«Der Preis für eine Dosis Bullensperma, in der sich bis zu 20 Millionen Spermien befinden, liegt im Durchschnitt bei 15 Euro. Bei besonderen Bullen kann der Preis im Ausnahmefall bis zu 100 Euro pro Dosis betragen. » Rinderallianz Woldegk aus Mecklenburg-Vorpommern

Also, wieso den Louvre ausrauben, wenns auch Bullensperma tut?

Rinder feiern an Fasnacht – Kuh landet im Pool

Braucht es bei diesem Titel noch Kontext? Okay, vielleicht: Also, es ist März. Während die Fasnacht in einer Tessiner Gemeinde in vollem Gange ist, feiern nicht nur die Menschen ausgelassen – auch 40 Rinder nutzen die närrische Gelegenheit für einen Umzug. Warum nicht? Und wie so oft bei der Fasnacht gibt es dann halt Personen (oder in diesem Falle Tiere), die ein wenig über die Stränge schlagen. Der ungewöhnlichste Schauplatz dieses tierischen Abenteuers ist deshalb ein privater Swimmingpool. Ein Hausbesitzer staunte nicht schlecht, als er am Morgen eine verirrte Kuh darin vorfand. Aber keine Sorge: Das Tier konnte gerettet und zurück zur Herde gebracht werden. Ende muh, alles muh. Oder so.

Dieses gestohlene E-Bike suchte seinen rechtmässigen Besitzer.
Bild: Kapo AG

Wenn du kein Geld für Drogen hast, klaue ein E-Bike

Dieses Schmankerl ist erst einige Tage her: Im Dezember klaute ein Mann ein E-Bike und floh. So weit, so alltäglich. Unabhängig davon musste eine Patrouille der Kantonspolizei Aargau etwas später in einer privaten Tiefgarage intervenieren, weil dort ein Mann am Drogen konsumieren war. Der 41-Jährige entpuppte sich prompt als der gesuchte E-Bike-Dieb. Nur: Das Bike war nicht mehr da, der Mann hatte es bereits gegen Drogen eingetauscht. Was die Identität des E-Bike-Abnehmers betrifft, schwieg er hingegen zunächst. Nach Erledigung der Formalitäten liess ihn die Polizei wieder gehen. Mitten in der Nacht meldete sich der 41-Jährige aber nochmals bei der Polizei. Offenbar hatte er es sich anders überlegt und meldete, nun vor der Wohnung des Hehlers in Wettingen zu stehen. Die Kantonspolizei ging sofort dort vorbei und traf auf einen 66-jährigen Mieter. Tatsächlich hatte dieser das fragliche E-Bike bei sich und übergab es der Patrouille. Nur: Noch weiss niemand, wem das E-Bike gehört. Die Polizei hat darum eine Mitteilung veröffentlicht mit dem Titel: «Wer vermisst ein E-Bike?»