Viel Arbeit für Beratungsstelle Infosekta

SEKTEN ⋅ Die Sekten-Beratungsstelle Infosekta hat im vergangenen Jahr erneut mehr Hilfesuchende beraten. Die Zahl der Beratungsgespräche stieg auf über 2600. Dies entspricht einer Zunahme um elf Prozent, wie aus dem am Donnerstag publizierten Jahresbericht hervorgeht.

06. Juni 2019, 12:37

Die meisten Anfragen erhielt Infosekta zur Gemeinschaft der Zeugen Jehovas (15 Prozent), gefolgt von Anfragen zu YOU Church (5 Prozent), Scientology (3 Prozent), ICF (2 Prozent) und zur Anastasia-Bewegung (2 Prozent).

Knapp drei Viertel der Anfragen bezogen sich auf eine grosse Bandbreite von Anbietern. Dazu gehören beispielsweise esoterische Beraterinnen, selbsternannte Meister und verschiedene Freikirchen.

Meistens wenden sich Angehörige und Partnerinnen oder Partner an Infosekta, weil ein geliebter Mensch in ein sektenhaftes Milieu abgerutscht ist und in Gesprächen nicht mehr erreicht werden kann.

In jeder sechsten Anfrage waren ein oder mehrere Minderjährige involviert. Die Entwicklung der Kinder wird gemäss Infosekta "in den dogmatischen Systemen stark eingeschränkt".

Infosekta ist nach eigenen Angaben eine konfessionell unabhängige Beratungsstelle für Fragen rund um sektenhafte Gruppen und verwandte Themen. Die Fachstelle besteht seit 1991. (sda)


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