Schweiz wird Deutschland bei den Tests an Flughäfen nicht folgen – zumindest vorerst nicht

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Deutschland will Rückkehrer aus Risikoländern am Flughafen auf das Coronavirus testen lassen. Nun wird gar über eine Pflicht diskutiert. In der Schweiz ist dies momentan kein Thema. Schnelltests seien unzuverlässig.

25. Juli 2020, 16:38

(gb.) Am Samstag gab das Deutsche Bundesgesundheitsministerium bekannt, eine Test-Pflicht für Rückkehrer aus Risikoländern zu prüfen, wie die Deutsche Presse-Agentur (DPA) meldete. Am Freitag hatten die Regierung und die Länder entschieden, Tests an Flughäfen kostenlos anzubieten. Ob durch Pflicht oder finanziellen Anreiz: Für das Bundesamt für Gesundheit (BAG) stehen flächendeckende Tests für Rückkehrer momentan nicht zur Diskussion, wie es auf Anfrage von CH Media mitteilte.

Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass Schnelltests an Flughäfen je nach Situationsentwicklung eine Rolle spielen könnten, teilte ein Sprecher des BAG mit. Der Grund, weshalb das BAG bisher davon absieht, liegt in der Zuverlässigkeit der Tests: «Bisher gibt es in der Schweiz keine Schnelltests in genügender Qualität. Die Sensitivität ist immer noch zu gering», so der Sprecher.

Welche Art von Tests die deutsche Regierung einsetzen will, ist gemäss den Informationen der DPA momentan noch unklar. Fest steht, dass an Flughäfen und Seehäfen nun Teststellen eingerichtet werden. Eine Umfrage unter den drei grössten Flughäfen der Schweiz – Zürich, Basel und Genf – zeigt, dass man Hand bieten würde, solche Teststationen auch hierzulande aufzubauen, sollte das BAG seine Teststrategie dahingehend anpassen. Vom Euroairport in Basel hiess es etwa, man könne die benötigte Infrastruktur rasch bereitstellen.


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