Arztpraxis wegen fehlendem Schutzkonzept geschlossen

SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Ein Arzt weigert sich, für seine Praxis ein Schutzkonzept gegen die Verbreitung des Coronavirus aufzustellen. Mit Konsequenzen: Die Behörden haben die Praxis nun geschlossen.

12. Januar 2021, 10:32

(mg) Auch in Arztpraxen sind Schutzkonzepte gegen das Coronavirus notwendig. Das bekam nun der Betreiber einer Praxis im Kanton Appenzell Ausserrhoden zu spüren: Sie wurde vom kantonalen Arbeitsinspektorat geschlossen. Diese Inspektoren hatten bereits vor Weihnachten eine erste Kontrolle durchgeführt und dabei festgestellt, dass kein Schutzkonzept vorhanden ist. So wurde etwa bemängelt, dass weder Hygiene- noch Abstandsregeln eingehalten wurden, wie die Kantonskanzlei Appenzell Ausserrhoden am Dienstag mitteilt.

Der Warnschuss verhallte aber scheinbar ungehört: Auch bei einer Nachkontrolle am vergangenen Freitag lag laut Kantonskanzlei immer noch kein Schutzkonzept vor. Darum dürfen nun vorerst keine Patientinnen und Patienten mehr in dieser Praxis behandelt werden. Verfügt hat die Schliessung das kantonale Arbeitsinspektorat.

«Der betroffene Arzt ist aufgefordert, ein korrektes Schutzkonzept zu erstellen und die Mängel in seiner Praxis zu beheben», heisst es in der Mitteilung der Kantonskanzlei Appenzell Ausserrhoden. Erst wenn dieses Konzept überprüft wurde, kann die Praxis wieder öffnen. Sollte sich der Arzt nicht an die Verfügung halten, muss er mit einer Anzeige rechnen.


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