Angeklagter gesteht Mord an Susanna

DEUTSCHLAND ⋅ Im Wiesbadener Mordprozess gegen den 22-jährigen Ali B. hat der Angeklagte die Tötung der 14-jährigen Susanna F. aus Mainz gestanden. Er habe das Mädchen im Sitzen erwürgt, sagte B. am Dienstag vor dem Landgericht in der hessischen Landeshauptstadt.

12. März 2019, 13:53

Er wisse allerdings nicht, wie dies habe geschehen können. Die ihm ebenfalls vorgeworfene Vergewaltigung Susannas stritt der aus dem Irak stammende Flüchtling weiterhin ab. Es habe einvernehmlichen Sex gegeben, sagte er.

Im Anschluss sei Susanna auf dem Rückweg gestürzt. Sie sei sauer und laut geworden und habe mit der Polizei gedroht. Daraufhin sei ihm schwarz vor Augen geworden, und er habe das Mädchen getötet.

Susannas Leiche war Anfang Juni 2018 - zwei Wochen nach dem Verschwinden des Mädchens - gefunden worden. B. gestand bereits in den Vernehmungen die Tötung des Mädchens, bestritt jedoch eine Vergewaltigung.

Er hatte sich kurz nach der Tat mit seiner Familie in den Irak abgesetzt. Dort wurde er von kurdischen Sicherheitskräften festgenommen und zurück nach Deutschland gebracht. Unter anderem deswegen schlug der Fall Susanna auch politisch hohe Wellen. (sda/afp)


Login