notifications
18. Zurich Film Festival

ZFF verspricht so viele Stars wie nie zuvor

Die 18. Ausgabe des Zurich Film Festival (ZFF) wartet mit einem hohen Glamfaktor auf. Ein aussergewöhnlich grosses Aufgebot an Stars wird gemäss dem am Donnerstag vorgestellten Programm nach Zürich reisen.
Christian Jungen, Artistic Director des Zurich Film Festival wartet an der Präsentation des Programms der 18. Ausgabe mit Superlativen auf: So viele Stars wie nie sollen über den Grünen Teppich laufen und so viele Premieren wie nie auf den Leinwänden. (Archivbild)
Bild: Keystone/WALTER BIERI

Erwartet wird der britische Schauspieler Sir Ben Kingsley, der mit dem Golden Icon Award ausgezeichnet wird. Oder die französisch-britische Schauspielerin Charlotte Gainsbourg, die ein Goldenes Auge für ihre Karriere erhält. Oder der britische Schauspieler Eddie Redmayne, der ebenfalls für seine Karriere mit einem Goldenen Auge ausgezeichnet wird. Darüber hinaus werden Liam Neeson, Til Schweiger, Rebel Wilson, Diane Kruger, Matthias Schweighöfer oder Machine Gun Kelly über den Grünen Teppich laufen und zudem ihre neusten Filme präsentieren.

Viele Regisseurinnen

Christian Jungen, Artistic Director des ZFF, verwies in der Mitteilung zur Programmkonferenz darauf, dass in diesem Jahr 38 Filme als Welt- oder Europapremieren gezeigt werden. "So viele wie noch nie." Zwei weitere Rekorde gelten zum einen den sieben Filmen aus der Romandie im Programm und zum anderen einem hohen Anteil von Frauen, die Regie geführt haben; dieser liegt bei etwas über 41 Prozent. Insgesamt wartet die 18. Ausgabe des ZFF (22.9 bis 2.10.) mit 146 Filmen aus 49 Ländern auf.

Für die Sektion "Gala Premieren", die sich dem Autorenfilm widmet, verspricht das ZFF gleich mehrere Highlights: der Film-Noir-Thriller "Marlowe" von Oscarpreisträger Neil Jordan beispielsweise; der Ire wird den Film zusammen mit den beiden Hauptdarstellern Diane Kruger und Liam Neeson dem Publikum präsentieren. Ausserdem wird der Regisseur Luca Guardagnino sein Roadmovie "Bones and All" vorstellen - und zudem den A Tribute to... Award entgegennehmen, die höchste Regieauszeichnung des ZFF. Auf einer wahren Geschichte eines Krankenpflegers, der für seine Patienten zu tödlichen Gefahr wird, basiert "The Good Nurse" von Tobias Lindholm. Diesen Film wird der Hauptdarsteller und Oscarpreisträger Eddie Redmayne vorstellen.

"Im Westen nichts Neues" von Edward Berger ist der deutsche Beitrag zu den Auslandoscars, in Zürich feiert er Europapremiere. "Lieber Kurt" heisst die jüngste Regiearbeit von Til Schweiger, in der er auch gleich die Hauptrolle spielt. Der Film wird nach dem ZFF ab 6. Oktober in den hiesigen Kinos anlaufen.

Darüber hinaus kommen Autorenfilmerinnen und -filmer wie wie Kiril Serebrennikow, Gina Prince-Bythewood oder Rebecca Zlotowski ans ZFF, um ihre neuen Filme vorzustellen.

Schweizer Film "im Aufwind"

Eine "zentrale Rolle" misst das ZFF dem Schweizer Film bei. Laut Jungen befinde dieser sich im Aufwind. Das ZFF wolle nun dazu beitragen, dass das heimische Filmschaffen auch international wahrgenommen werde. Und so stehen über alle Sektionen 18 Schweizer Produktionen auf dem Programm. Zwei davon feiern Weltpremiere. So "A Forgotten Man" des Genfers Laurent Nègre und "Die goldenen Jahre" von Barbara Kulcsar mit Esther Gemsch und Stefan Kurt in den Hauptrollen.

Besonders von Interesse sind der Wettbewerb und die Frage, wer letztlich ein mit 25'000 Franken dotiertes Goldenes Auge nach Hause tragen wird. Verliehen werden die Preise am 1. Oktober im Zürcher Opernhaus. Im Wettbewerb konkurrieren in drei Kategorien je 14 Filme. So laufen im Fokus Wettbewerb Spiel- und Dokumentarfilme aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. Im Spielfilm Wettbewerb treten acht Regisseurinnen und sechs Regisseure an. Acht dieser Filme sind Erstlingswerke. Auch im Dokumentarfilm Wettbewerb sind acht von 14 Filmen Debüts. Diese hohe Anzahl spiegelt die Tatsache, dass sich das ZFF der Entdeckung neuer Talente verschrieben hat. Demnach werden im Wettbewerb nur erste, zweite und dritte Regiearbeiten gezeigt.

Darüber hinaus verweist das ZFF auf zwei weitere Sektionen: die Sektion Hashtag und die Sektion Neue Welt Sicht. Hashtag ist jeweils einem Thema aus den sozialen Medien gewidmet. In diesem Jahr laufen unter #MyReligion acht Filme, die sich mit dem Einfluss von Religionen auf die Gesellschaft befassen oder über moderne Ersatz-Religionen nachdenken. Die Sektion Neue Weltsicht zeigt zwölf Filme des jungen spanischen Kinos; Spanien ist denn auch Gastland dieser Sektion. (sda)