Geschichte

17-jähriger Entlebucher gesteht, sich in einen Werwolf verwandelt und Schafe gerissen zu haben

Peter Breitenmoser steht 1664 vor dem Luzerner Ratsrichter und gesteht Ungeheures: Er habe sich in einen Wolf verwandelt und Schafe gerissen. Wie glaubwürdig ist das in einem Verhör, zu dem Folter gehört? Die Spurensuche führt bis zur heutigen Wolfsdebatte.
Wie in dieser KI-Illustration könnte man sich Peter Breitenmoser in Analogie zu seinem Geständnis als Werwolf vorstellen.
Foto: KI-generiert/ChatGPT/are

Er ist erst 17-jährig, und es geht um sein Leben. Der verhaftete Entlebucher Peter Breitenmoser hat dem Richter gestanden, sich mehrmals in einen Werwolf verwandelt und daraufhin Schafe gerissen zu haben. Deren Fleisch habe er roh verspeist. Die Anklage lautet «Unholderei» bzw. «Hexerei», auch im Sinne eines Paktes mit dem Teufel. In damaliger Zeit, als auch Hexenverbrennungen noch üblich sind, mündet sie fast sicher in ein Todesurteil. Zumal für beweiskräftige Geständnisse die Folter ein standardmässig eingesetztes Mittel ist.

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