Kunst

Trickfilmer Jonas Raeber steckt den Ausländerhasser in eine Schneekugel:
«Der nächste Fremde kommt bestimmt»

Die Galerie Vitrine zeigt 30 Jahre nach ihrem Entstehen alle 1100 Einzelbilder des legendären gesellschaftskritischen Films «Grüezi».
Der 1968 in Luzern geborene Trickfilmer Jonas Raeber stellt in der Galerie Vitrine die 1100 Originalzeichnungen seines Trickfilms «Grüezi» von 1995 aus. Galeristin Evelyne Walker fand, das sei an der Zeit, nach 30 Jahren und aufgrund der aktuellen politischen Stimmung.
Foto: Boris Bürgisser (Luzern, 10. 3. 2025)

«Öberall Osländer! Ab is Loch ond zrogg uf Afrika, wo’s härcho send!» Der wütende Mensch, der hier so über Ausländer schimpft, gerät mit seinem roten Kopf allmählich unter Wasser – bis es ihn ganz verschluckt und er Teil einer Schneekugel wird, die eine idyllische Schweiz zeigt, mit Bergpanorama und Schweizer Fahne. 1995 machte Jonas Raeber mit seinem zweiminütigen Trickfilm «Grüezi» schweizweit Furore. 30 Jahre später findet Galeristin Evelyne Walker, es sei an der Zeit, erneut der Fremdenfeindlichkeit den Spiegel vorzuhalten: Walker stellt alle 1100 Einzelbilder von «Grüezi» in der Luzerner Galerie Vitrine aus.

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