Kunst

Minneapolis und die Illusion der Wahrheit:  Warum Videos nie recht haben

Pipliotti Rist hat für eine Ausstellung am Aargauer Kunsthaus eine neue Arbeit realisiert. Sie sagt erstaunlich viel über unsere politische Gegenwart aus.
Augustin Rebetez: «Moi non plus Oiseaux» , Videostill von 1992, 1-Kanal-Video.
Foto: Augustin Rebetez

Hat er, oder hat er nicht? Die Frage beschäftigt nicht nur Minneapolis, sondern die Weltöffentlichkeit. Hat Alex Pretti zur Waffe gegriffen, bevor er von US-Bundesbeamten erschossen wurde? Videos sollen die Beweise liefern. Videos spielen Gott, sie definieren, augenscheinlich, das neue Gesetz Amerikas. Das Medium, kaum erwachsen geworden – erst 2005 ging das allererste Youtube-Video überhaupt viral – soll über Gut oder Böse entscheiden.

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