Comicsstars wie Joann Sfar oder Riad Sattouf, aber auch der französische Präsident Emmanuel Macron ehrten die verstorbene 56-jährige Iranerin als «immense Künstlerin». Marjane Satrapi war in Teheran als Tochter kommunistischer Gegner des Schahs aufgewachsen, bevor sie von ihren Eltern nach Wien ans Französische Lyzeum geschickt wurde. Nach einer vorübergehenden Rückkehr in ihr Land zu Studienzwecken liess sie sich in Strassburg und dann in Paris nieder. Mit dem Comics-Buch Persepolis schuf sie nach dem Jahrhundertwechsel einen Welterfolg, der auch Einblick in das Leben in Teheran gab. Die holzschnittartigen Zeichnungen in Schwarzweiss erwiesen sich als perfektes Vehikel für die Alltagsnöte eines pubertierenden Mädchens, das im Iran überschattet vom Staatsterror aufwächst und im europäischen Exil um ihre Identität ringt.
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