Leben damals

Nicht ohne meinen Korb: Über eine sehr nützliche Mode, was dahinter steckt – und wie der Hahn hineinkommt

Nicht nur für Frauen war er damals unentbehrlich: der geflochtene Korb. Oder noch besser: der Deckelkorb. Über eine sehr praktische Mode, ein hartes Geschäft und wie der Hahn hineinpasst.
Frau mit Korb am Kasernenplatz in Luzern um 1910, neben dem Trämli 18. Dieses fuhr ab dem Maihof zum Bahnhof Emmenbrücke.)
Foto: zvg / CH-NB Photoglob-Wehrli

Im Jahr 1910 produzierte Louis Vuitton bereits in Paris, damals allerdings erst grosse, robuste Reisekoffer. Die Frauen in der Innerschweiz begehren aber anderes: den Deckelkorb. Der Weidenkorb – aus gesottener Vollweide geflochten – ist das Must-have der Epoche vor dem Ersten Weltkrieg: Natürlich dient notfalls auch ein schlichtes Körbchen vom «Korber», mit einem Tüchlein abgedeckt. Aber mit Deckel sind die Körbe nicht nur schicker, sondern die gekauften Waren optimal geschützt. Und in den Läden erübrigt sich die «Bruuchid Si es Säckli»-Frage. Papier- oder Plastiktaschen braucht es noch keine und gibt es auch nicht.

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