Im Exzess geht vieles vergessen. Kurz nach 23 Uhr stürmen Sextile auf die grosse Bühne. Das Trio aus Los Angeles fackelt nicht lange: Die Techno-Beats sind hart, die Gitarren verzerrt, die Synthies fett und wummernd. Dazu springen Brady Keehn und Melissa Scaduto über die Bühne, schreien ihre Parolen ins Mikrofon und heizen das Publikum an, als wären sie nicht Musiker, sondern Animatoren. Nach Zwischentönen sucht man hier vergebens, aber als euphorisierender Abschluss des Samstagabends und einer Festivalausgabe, die unter schwierigen Vorzeichen stand, passt das wie die Faust aufs Auge. Am Ende tanzt und hüpft das Publikum vor der Bühne, als gäbe es kein Morgen.
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