Literatur

Wird man Diktatur ein Leben lang nicht los? Er erzählt von Trauma und Rettung

In seinem Roman «Matei entdeckt die Freiheit» folgt man einem politischen Häftling in Rumänien in die fragile Freiheit. Ein Gespräch über Freiheit, Traumabewältigung und das Glück, das im Erzählen liegt.
In der Bücherlounge des Hotels B2 in Zürich hat Catalin Dorian Florescu seinen neuen Roman geschrieben.
Foto: Andrea Zahler

Zwanzig Jahre lang war Catalin Dorian Florescu freier Schriftsteller. Nun hat er seinen früheren Beruf als Psychotherapeut wieder aufgenommen. Von Freiheit, Unterdrückung und wie Menschen darin zerbrechen, leiden, lachen und irgendwie ein Leben finden müssen, erzählt er in allen seinen Romanen. «Matei entdeckt die Freiheit» ist ein Höhepunkt seiner Schriftstellerei: Zart und schrullig, drastisch und beklemmend, von ungeheurer Anschaulichkeit und mit erzählerischem Schwung. Man folgt Matei, der als junger Poet in ein Horror-Straflager für politische Gefangene deportiert wird. Nach zehn Jahren wird er entlassen, findet seine Liebe, arbeitet als Sargmacher. Am Lebensende wird er von Rachegedanken überwältigt. Es ist ein Roman, in dem man alle Facetten des Überlebens in einer unterdrückenden Gesellschaft kennenlernt – mit erschreckenden Parallelen zum heutigen Russland.

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