Lucerne Festival

Ein Überflieger lenkt das Luzerner Klavierfestival «Pulse» – doch der Mai macht nicht alles neu

Víkingur Ólafsson holt fürs Satelliten-Festival grosse Klassik-Köpfe nach Luzern. Der Mix aus Gegenwart, nordischer Volksmusik und Bach ist stärker mit dem Lucerne Festival-Sommer verzahnt als bisher.
Thomas Adès dirigiert in den Raum hinein. Víkingur Ólafsson ist Solist in Kurtágs «quasi una fantasia».
Foto: Lucerne Festival/Patrick Hürlimann

Die Konzentration schwindet, kommt wieder, Köpfe sinken, wippen sanft mit, irgendwo wird getuschelt. Ewig lang fühlt sich dieses Konzert an, doch als es vorbei ist, fast zu kurz. Achtzig Minuten dauert «Piano and String Quartet» von Morton Feldman, ein warmes Gluckern leiser, gebrochener Akkorde. Gelegenheit, die eigene Zeitwahrnehmung zu beobachten. Und ein Widerlegen des Gerüchts, nur die jüngeren Generationen hätten eine kurze Aufmerksamkeitsspanne.

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