Sprachanalyse

«Luftschlag» statt «Bombardierung»: So verschleiert unsere Sprache den Iran-Krieg

Wie wird uns der Krieg im Iran vermittelt? Wie reden Kriegsversteher über das, was im Nahen Osten gerade geschieht? Ich scrollte durch TikTok, TV-Talkshows und andere Medien und stutzte einige Male. Ein Erfahrungsbericht.
Trauernde nach der Bombardierung einer Mädchenschule im Iran.
Foto: Imago

Manchmal erschrecke ich, wenn mir in der «Hitze des Gefechts» Militärjargon herausrutscht, obwohl Kriege in der Ukraine und im Iran im Gange sind. Ich sage arglos, ich hätte gerade an verschiedenen «Fronten» zu tun. Zuweilen «attackiere» ich jemanden oder spreche gern von einer «Avantgarde». Dabei meine ich eine moderne Literaturbewegung, aber der Begriff bezeichnete ursprünglich die Vorkämpfer in einer Schlacht.

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