Leider kaschiert betonte Selbstironie halt oft bloss oberflächliche Egozentrik. Der neue Roman von Bestsellerautor Daniel Glattauer ist hierfür ein anschauliches Beispiel und ergibt im Resultat zwar ein neckisches Geplauder mit einer hübschen Pointe, jedoch kein gutes Buch. Es bestätigt die notorische Kritik des Feuilletons, Glattauers Romane seien immer eine Spur zu oberflächlich. Literaturpreise hat er trotz hoher Auflage des 2006 erschienenen «Gut gegen Nordwind» keine erhalten. Wer aber literarische Spielereien ohne grosse Tiefe liebt, kann am Roman «In einem Zug» durchaus seinen Spass haben.
Weiterlesen?
Dieser Inhalt ist nur mit einem Digital-Abo sichtbar.
