Oper

Aufstand in Mailand: Doch das Problem ist nicht der 3500-Euro-Parkettplatz

An der Scala steigen die Preise besonders in den oberen Rängen. Die Operntifosi sehen darin ein Zeichen dafür, dass sie nicht mehr willkommen sind.
Das schönste und berühmteste Opernhaus der Welt: Die Mailänder Scala
Foto: Brescia e Amisano © Teatro alla Scala

Mailand ist nach der Programmpräsentation der neuen Saison in Aufruhr. Dass Otello nicht schwarz geschminkt sein würde in der Neuproduktion von Verdis Shakespeare-Vertonung, ist nicht der Punkt. «Wenn sie buhen, sollen sie», sagte der Intendant Fortunato Ortombina gelassen. Auch der Umstand, dass die Parkettkarten für die Saisoneröffnung statt 3000 nun 3300 Euro kosten – besonders begehrte Plätze sogar 3500 Euro –, verursachte bloss ein Schulterzucken. Der Intendant hat deswegen kein schlechtes Gewissen: Der Eröffnungsabend am 7. Dezember generiert jeweils über 2 Millionen Nettoeinnahmen. Damit lassen sich drei Produktionen stemmen. Bei normaler Premiere oder Neuproduktion steigen die Preise von 300 auf 350 Euro.

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