02.09.2025, 05:00 Uhr
updateAktualisiert: 02.09.2025, 08:45 Uhr
Diana Sonja Tobler
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Wayne Marshall ist ein musikalisches Phänomen: Dirigent, Pianist, Organist. In letzteren zwei Funktionen vor allem ein leidenschaftlicher Improvisator. Grenzen zwischen Stilen, Genres oder Konzertformen interessieren ihn wenig. Beim Lucerne Festival spielt der britische Allrounder zwei Programme, die gegensätzlicher kaum sein könnten: In der Ark Nova widmet er sich improvisierend den jazznahen Klangwelten von Gershwin und Bernstein, zwei Tage später interpretiert er im KKL mit orchestraler Unterstützung das feierlich-sakrale Orgelkonzert von Francis Poulenc und das farbenreiche fünfte Konzert des Messiaen-Schülers Naji Hakim. Ein Gespräch über musikalische Freiheit, prägende Hörerlebnisse – und die Kunst, sich selbst zu erfinden.
