Hans Ulrich Gumbrecht

Vorsteher des Weltgeistes, genannt Sepp: Das verrückte Leben eines der letzten grossen Intellektuellen

Hans Ulrich Gumbrecht wurde bereits mit 26 Jahren Professor, lehrte in Stanford und war mit allen grossen Denkern bekannt. Seine Autobiografie enthält ein Geständnis, das überrascht.
Einer der letzten seiner Art: Hans Ulrich Gumbrecht, deutsch-amerikanischer Romanist und Literaturwissenschaftler.
Foto: Laura Teresa Gumbrecht

Ein Geständnis vorab: Ich bin mit dem Mann, über dessen Buch ich schreibe, seit über zehn Jahren befreundet. Was uns verbindet, ist jene Art von intellektueller Freundschaft, die sich nicht um Konventionen schert, dafür umso mehr um Ideen. Wer hier also eine distanzierte Betrachtung erwartet, wird enttäuscht. Wer hingegen nicht glaubt, Nähe verhindere Klarheit – der möge weiterlesen.

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