Bildung

So weckt man keine Lust auf geistige Abenteuer: Berliner Gymnasiasten lesen Goethe und Schiller in vereinfachter Form

In den höheren Schulen der deutschen Hauptstadt werden offenbar immer weniger Klassiker im Original gelesen. Ein fataler Fehler: Um zu entdecken, dass einen etwas interessiert, muss man erst einmal damit in Berührung kommen.
Wer versucht noch, sie zu verstehen? Goethe und Schiller, hier Ernst Rietschels Monument vor dem Nationaltheater in Weimar.
Foto: Werner Otto/Getty

Der Bildungsbürger ist eine aussterbende Spezies, zumal in Berlin. Er lebt dort vorzugsweise in den westlichen Bezirken, in Quartieren wie Charlottenburg, Wilmersdorf, Friedenau, Nikolassee oder Zehlendorf. Das Jahr begann für ihn nicht gut, denn der grosse Stromausfall, der den Südwesten der Stadt ins Dunkel stürzte, betraf einige seiner bevorzugten Wohnorte. Zwar mag Kerzenschein in Privatbibliotheken stimmungsvoll sein, doch rücken ästhetische Überlegungen bei einer Raumtemperatur von sechs Grad verständlicherweise in den Hintergrund.

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