Literaturstreit

Elke Heidenreich und Denis Scheck zoffen sich: Jetzt schimpfen sie wieder über die Literaturkritik

Vermittlung oder Verriss? Die einflussreiche Literaturvermittlerin Elke Heidenreich protestiert gegen den ARD-Kritiker Denis Scheck
Denis Scheck stellt in dieser Kulisse seinen persönlichen Anti-Kanon vor.
Foto: Christian Koch/SWR

Jetzt hat es auch der einflussreichsten deutschen Literaturvermittlerin gereicht. Elke Heidenreich poltert gegen den Polteri Denis Scheck, der als ARD-Literaturkritiker Bücher in die Tonne schmeisst oder die seiner Meinung nach schlechtesten Bücher der Weltliteratur verreisst. Heidenreichs Veriss des Bücher-Verreissers Scheck liest sich so giftig herablassend, dass man daran das polemische Potenzial der deutschen Sprache doppelt studieren kann: «Der merkwürdige Mann in den aus der Zeit gefallenen Anzügen mit lustigen Einstecktüchlein hat in seinem rührenden Schwäbisch wieder mal eine Autorin lächerlich gefunden und ihr Buch in seine berühmte Mülltonne geschmissen. Und alle Frauen, die dieses Buch gelesen haben, es mögen und es auf Platz eins der Bestsellerlisten geschossen haben, als blöde Trutschen gleich mit.» Scheck bezeichnete den Bestseller «Alt genug» von Ildikó von Kürthy über das Älterwerden von Frauen als «Nachrichten aus der Schnatterzone der Damentoilette». Heidenreich findet diese Formulierung empörend. Schecks Urteil riecht ja tatsächlich auch vulgär nach Frauenverachtung.

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