25.07.2025, 12:13 Uhr
updateAktualisiert: 06.09.2025, 16:38 Uhr
Daniele Muscionico
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Er wollte nur ungern fotografiert werden. Er verzichtete auf seinen Familiennamen, sein Privatleben war sein Geheimnis. Bescheidenheit als Naturgesetz, Diego Giacometti (1902–1985) war ein Mann aus den Bergen. Auf keine Weise wollte er vom Ruhm seines Bruders profitieren. Dafür verschenkte er sich gänzlich, wenn es um ihn, Alberto, ging: tägliches Posieren, stundenlang, starr und unbeweglich. Auch Diego ist ab 1925 in Paris, er ist ein Jahr jünger als der Weltstar Alberto – und der Einzige, der beim Modellsitzen den Ansprüchen seines Bruders genügt.
