Sie ist die Erste, in verschiedener Hinsicht: Pipilotti ist die Einzige, die geliebt wird, wenn sie lustvoll eine Autoscheibe einschlägt (in der Audio-Video-Installation Ever Is Over All). Sie ist die Erste, die einen Preis erhält, obwohl sie mit – zwar sehr sauberen, aber doch – Unterhosen zugange ist. Und diese zu einem strahlenden Lichtobjekt umfunktioniert. Solche und andere Tabus bricht die international gefeierte Video- und Konzeptkünstlerin mit digitaler Hightech-Kunst von Weltklasse. 1994 erhielt sie den von der Art Basel erstmals vergebenen Videokunst-Preis. Auf der Messe ist Pipilotti Rist (*1962) dieses Jahr nicht vertreten, doch einer ihrer Unterwäsche-Luster schmückt das neue Foyer des Kunsthauses Baselland. Vom Messeplatz zum Dreispitzareal in Münchenstein dauert die Reise mit dem Drämmli keine 30 Minuten. Der Umweg ist Pflicht.
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