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Zentralschweiz

Die Ausgangstipps fürs Wochenende

Ob auf der Bühne, in den Galerien oder im Museum. Unsere Ausgehtipps für die Zentralschweizer Kulturhäuser gibt’s hier.

Sounds

World Band Festival im KKL

Das World Band Festival im und ums KKL in Luzern ergänzt Blasmusik-Evergreens mit einem Musikantenfreigeist, prominenten Premieren und Trompetengold.

Luzerner Duo spielt Album mit Gästen vor Publikum – erstmals

Die Songs der Band Nie kann man schon länger hören. Nun präsentieren Rahel Steiner und Davix aus Luzern ihre Musik und Kunst live. Nie, die Band von Rahel Steiner und Stefan Davi alias Davix aus Luzern, hat ihr erstes Album «1» in Form eines «Zines» in Zusammenarbeit mit Stephan Wittmers «_957 Independent Art Magazin» (Nr. 127) via Website bereits Ende 2021 veröffentlicht. Nun endlich gibt es eine Vernissage mit Livekonzert.

Die beiden spielen seit 2019 zusammen; Davix, bekannt als bildender Künstler, am Schlagzeug (Steven’s Nude Club) und die Illustratorin und Musikerin Rahel Steiner an der Basshybridgitarre (Land covered with Briar). Diese hat sie für die Musik im Duo selber entworfen (spielbar als Gitarre, Bass oder dual).

Post-Punk, Krautrock, Trance – anarchisch, psychedelisch, spacig

Beim Livekonzert haben Nie drei Special Guests dabei: Simon Rupp (Gitarre), Roli Saum (Gitarre) und Zlotan (Synthesizer). Sie gehören zu den sieben Gastmusikerinnen und -musikern, die sich auf dem Album eingebracht haben – entweder live bei Aufnahmesessions im Sedel oder via Overdubs (nachträglich hinzugefügte Elemente) aus der Ferne. So Lena Geue und Luka Lenzin (Stimme, Synthesizer), Anina Hug (Electronics) – und Achim Escher am Saxofon. Auch für die Bildwelt des Zines wirkten Gastkünstlerinnen und -künstler unterstützend mit.

Die zehn Stücke fürs Album wurden in Impro-Sessions erarbeitet, wofür Rahel Steiner kompositorische Ideen lieferte. Auffällig und eingängig sind die «präzis gemeisselten Strukturen», wie es Pirmin Bossart in der «Luzerner Zeitung» beschrieb: «Die Musik erinnert an die Minimal-Ästhetik von Post-Punk, aber auch an die Experimentierkraft von gutem Krautrock.» Sein Fazit: «Zehn stoische Tracks mit Suchtpotenzial.» (reg)

Hinweis: Samstag, 24. September, 19.00, Vernissage, Release und Apéro, 20.00, Konzert, Redaktion «_957», Himmelrichstrasse 4, Luzern; www.nie.band, Zine A5, 28 Seiten, Poster A2, Fr. 15.– bestellen: hello@nie.band, http://957.ch.

Philipp Fankhauser auf Unplugged-Tour

Er war schon 2020 im Rahmen von «Schweizerhof Unplugged» zweimal akustisch im Luzerner Festivalhotel zu hören: Philipp Fankhauser – mit Marco Jencarelli und Hendrix Ackle. Damals bewusst klein gehalten und den Hotelgästen vorbehalten, spielt der Schweizer Blueser nun mit ganzer Band kaum verstärkt und akustisch: Hendrix Ackle (Piano), Richard Spooner (Schlagzeug), Andy Tolman (Bass) und für Marco Jencarelli an der Gitarre die Blues-Nachwuchshoffnung Flo Bauer. (reg)

Hinweis: Donnerstag, 22. September, 20.00, ­Hotel Schweizerhof, Luzern; VV: www.schweizerhof-luzern.ch, Ticketcorner.

Rumänische Volks­musik neu interpretiert

Die Sopranistin Irina Ungureanu, geboren 1984 in Bukarest, macht «viel rumänische Volksmusik und zeitgenössische Musik», wie sie sagt. Seit 2018 lebt sie in Luzern, wo sie nun mit ihrer Band Grünes Blatt eine Steady-Gig-Reihe im Sousol initiiert: Irina Ungureanu (Stimme, Geige, Gitarre), Matthias Spillmann (Trompete, Flügelhorn), Vera Kappeler (Klavier, Harmonium), Dominique Girod (Kontrabass). Archaisches Volksgut neu interpretiert, zwischen Improvisation, Jazz und Kammermusik; spannend, emotional, mitreissend. (reg)

Hinweis: So, 25. September, 17.00, Sousol, Luzern; danach monatlich; www.gruenesblatt.ch.

Open Air Non: Letztes Festival in der Region

Prämiertes Indie-Singer-Songwriting von der Zürcherin Evelinn Trouble mit Frauenband, Hip-Hop und Soul à la The Fugees oder Black Eyed Peas mit dem Trio Captains Of The Imagination aus Genf und elektronische Clubmusik mit dem Berner Marlon Brandloch: Dies die Headliner des kleinen, feinen non-konformen – oder alternativen – Festivals an schönster Lage. Daneben gibt es viel Musik aus der ganzen Schweiz – auch aus Luzern (Visions in Clouds, Mehltau, Beatie Bossy). (reg)

Hinweis: Donnerstag, 22. bis Samstag, 24. September, Bioweingut Sitenrain, Meggen; www.openair-non.ch, Vorverkauf: Petzi.

Mehltau – erst in Sursee drinnen, dann in Meggen draussen

Mehltau, die Luzerner Deutschrockband um Béla Rothenbühler, ist gerade viel unterwegs: Am Donnerstag in der Buchhandlung und am Samstag am Open­ Air Non.

Do, 22. Sept., 20.00, Buchhandlung Untertor, Sursee; www.untertor.ch

Nachtkultur mit Barbetrieb im Natur-Museum

Konzerte und Lesungen, Etabliertes und Experimentelles: Den Auftakt zu fünf Abenden «Nachtkultur mit Barbetrieb» macht das Duo Canaille du jour mit Chansons im Konzert «Walgesänge».

Freitag, 23. September, 20.30, ­Natur-Museum Luzern

Zwei September-Höhepunkte in der Schüür

Zwei Highlights in der Luzerner Schüür: fetzige Brassmusik mit LaBrassBanda (Oberbayern; Freitag) und Indie-Pop mit Steiner & Madlaina (ZH; Samstag).

Freitag/Samstag, 23./24. September, je 20.30, Schüür, Luzern

Gemischter Frauenchor mit Jubiläumskonzert

Les Belles et les Femmes, der gemischte Frauenchor Luzern, feiert 20 Jahre mit «Queen t essenz» und lässt hören, was ihm am wichtigsten ist. Mit der Queen hat das wohl weniger zu tun.

Freitag/Samstag, 23./24. September, je 20.00, Kulturmühle, Horw

Bühne

Annette Windlin im Kleintheater Luzern

Die Zentralschweizer Theatermacherin Annette Windlin bringt Dürrenmatts «Der Besuch der alten Dame» als Soloperformance ins Kleintheater Luzern

Drei Frauen trotzen der Rauheit der Welt

Die Autorin Stef Smith gehört zu den spannendsten jungen Stimmen des zeitgenössischen europäischen Theaterschaffens. Die Schottin hat für Stücke wie «Roadkill» oder «Girl in the Machine» bereits mehrere renommierte Preise wie den britischen Laurence Olivier Award oder den Fringe First Award gewonnen.

Auch das nun von Regisseur Alexander Stutz in Luzern in Szene gesetzte «Swallow» wurde preisgekrönt. In dieser Schweizer Erstaufführung auf der Nebenbühne UG des Luzerner Theaters verkörpert das Schauspielerinnen-Dreigespann Wiebke Kayser, Anna Elisabeth Kummrow und Carina Thurner junge Frauen in der Lebens- und Sinnkrise. Während Anna sich in ihrem Zuhause vor der Welt versteckt, hat sich Rebecca erst kürzlich von ihrem Partner getrennt und lebt Sam als Mann im Körper einer Frau.

Smith vereint in ihrer Geschichte individuelle Schicksale mit brandaktuellen gesellschaftspolitischen Diskursen, die in diesem Fall um Themen wie Genderidentität, Optimierungswahn und Selbstzweifel kreisen.

Karge Bilder und eine schonungslose Sprache

Stutz setzt für seine Umsetzung des Stoffes auf stark reduzierte und karge Bilder sowie auf eine schonungslose Sprache. Damit verdeutlicht er die Kälte und Rauheit einer auf Funktionalität getrimmten Welt, in der sich die Protagonistinnen durch ihre Begegnung Halt zu geben vermögen. (sw)

HinweisPremiere: Freitag, 23. September, 20.00, UG (Winkelriedstrasse 12), Luzern.

Syrischer Autor erzählt vom Ankommen in Europa

Der aus Syrien geflüchtete, aktuell in Wien lebende Autor Hamed Abboud präsentiert sein drittes Prosabuch «In meinem Bart versteckte Geschichten». Poetisch und satirisch zugleich erzählt Abboud vom Zurechtkommen in und mit der europäischen Kultur und Mentalität.

Donnerstag, 22. September, 19.45, Literaturhaus Zentralschweiz (alter Postplatz 3), Stans

Neue Formate im Luzerner Theater

Gleich zwei neue Formate kann man im Luzerner Theater erleben. Mit den «Krabbelkonzerten» besteht erstmals ein Angebot für die Allerkleinsten ab drei Monaten. Dabei singt und spielt Isa Wiss gemeinsam mit Luca Sisera Wiegenlieder aus der Schweiz und der ganzen Welt. Dabei interagieren die zwei mit den Babys auf musikalische Weise. Zudem ist «Thesen am Tresen» ein regelmässiges Diskussionsforum mit verschiedenen Themen. In der ersten Ausgabe geht es um die Vereinbarkeit von Beruf und Kind. Der Eintritt ist umsonst.

Krabbelkonzert: Samstag, 24. September, 10.00, Foyer Luzerner Theater; Thesen am Tresen: Montag, 26. September, 20.00, UG, Luzern

Klassik

Stadtmusik mit wilden Tieren und Helden

Das Blasorchester Stadtmusik Luzern, das wiederholt am World Band Festival auftrat, steuert dazu ausser Programm ein Familienkonzert bei, das mit «Helden und ­wilden Tieren» alle Altersgruppen anspricht. An Kinder ab sechs Jahr richten sich die Tiergeschichten von Prokofjews «Peter und der Wolf» mit Sigi Arnold als Erzähler. Jugendliche von heute und einst macht die anschliessende Filmmusik zu Karibik-Piraten oder – mit John Williams’ «Indiana Jones» – zu «Raiders Of The Lost Ark». (mat)

Hinweis: Sonntag, 25. September, 11.00, Le Théâtre, Emmen; www.stadtmusik-luzern.ch.

Zuger Sinfonietta mit lauter Höhepunkten

Die Zuger Sinfonietta startet mit einem Programm in die Saison, das nur Höhepunkte kennt. So kann man gespannt sein, ob der Cellist Julian Steckel in Schumanns Cellokonzert die Schwermut oder «Frische und Humor» in den Vordergrund rückt, die Clara Schumann darin hörte. Immer wieder für lohnenswerte Entdeckungen gut ist der Schweizer Romantiker Joachim Raff – mit einer Lustspielouvertüre und einem besinnlichen Abendgruss. Ein Höhepunkt an sprühender Vitalität ist sowieso Beethovens 8. Sinfonie. (mat)

Hinweis: Samstag, 24. September, 19.30, Lorzensaal, Cham; www.zugersinfonietta.ch.

Studenten zaubern Ravel auf die Bühne

Zum StageLab der Musikhochschule steuern Design-Studierende die Kostüme bei. Die Gesangsausbildung an der Musikhochschule Luzern bietet zwar Module in Bühnenpräsenz und szenischen Unterricht an. Aber all das kommt fast unter echten Musiktheaterbedingungen erst in den Opernprojekten des StageLab zusammen, sagt Dozent Hans-Jürg Rickenbacher. Die diesjährige Produktion, Maurice Ravels Zauberoper «L’enfant et les sortilèges» (Das Kind und die Zauberdinge), ist dafür wie geschaffen.

Zum einen bietet das Werk neben der Hauptrolle 20 Solistenpartien. Zum andern handelt die Geschichte von einem wütenden Kind, das seine Spielsachen zerstört und Tiere quält. Die Gegenstände erwachen zum Leben und rächen sich gemeinsam mit den Tieren für das Leid. Das erfordert fantasievolle Kostüme, die zwölf Textildesign-Studierende der Hochschule beisteuern. «Unsere Studierenden konnten das aktuell Gelernte praktisch umsetzen und etwa untersuchen, wie sich mittels Textilien andere Materialien imitieren lassen», sagt Lilia Glanzmann, Leiterin Bachelor. «Das passt, denn manche unserer Studierenden werden später Ausstattende im Theater.» (mat)

Hinweis: Sa, 24. September, 18.00/20.00, So, 25. September, 17.00/19.00, öffentliche Generalprobe: Fr, 23. September, 18.00, HSLU, Blackbox Kosmos, Luzern-Kriens; Reservation: www.eventfrog.ch.

Bach Ensemble Luzern: Perlen von Johann Sebastian Bach

Franz Schaffner dirigiert neben der Kurzmesse in A-Dur symbolstarke Kantaten von Bach. «Halt im Gedächtnis Jesum Christ» führt mit aufsteigenden Linien zur Auferstehung hin. In «Ich armer Mensch, ich Sündenknecht» windet sich dieser im Stimmengeflecht der Instrumente, bevor er Erbarmen findet.

Sonntag, 25. September, 17.00, Franziskanerkirche, Luzern

Festival Strings starten ihre Kammermusik im Museum

Die Festival Strings Lucerne spielen im Kunstmuseum mit Musik aus den USA und Grossbritannien, die von Purcell bis Glass auf David Hockneys monumentale Landschaftsbilder abgestimmt ist.

Sonntag, 25. September, 18.00, Kunstmuseum Luzern

Seeklang Hergiswil: Mit Fantasie in die neue Saison

Jesper Gasseling & Friends beginnen ihre «Phantasy»-Saison mit Benjamin Brittens gleich­namigem Quartett für Oboe und Streichtrio, verbunden mit Mozarts Oboen-Quartett F-Dur und Spätromantik von Dohnanyi.

Sonntag, 25. September, 18.30, Aula Grossmatt, Hergiswil

Kunst

Den Meisterinnen des Scherenschnitts zuschauen

Im Hansi-Erni-Museum im Verkehrshaus Luzern können Interessierte am Samstag, 24. September, von 12 bis 17 Uhr zwei Meisterinnen des Scherenschnitts über die Schulter schauen. Krystyna Diethelm, Biel, und Elisabeth Bottesi aus Oetwil am See zeigen ihr Können im Rahmen der Ausstellung «Typisch Schweiz. 10. Schweizerische Scherenschnitt-Ausstellung».

Hans-Erni-Museum, 24.9., 12-17 Uhr

Ruth Rieder bespielt die Galerie Hofmatt in Sarnen

Die aus Vals stammende Luzerner Künstlerin Ruth Rieder bespielt die Galerie Hofmatt mit Porträts von Mädchen, die inspiriert sind von Bildern des Fotografen Emil Brunner, der um 1945 in Vals Kinder porträtierte.

Galerie Hofmatt, Sarnen, bis 2.10.

Buchpräsentation «La Frana» in der Galleria Periferia

In der Galleria Periferia in Luzern stellt am Samstag um 15 Uhr Sabine Tholen ihr Buch «La Frana» vor. Die Künstlerin aus Genf und Soglio unterhält sich mit dem Glaziologen Wilfried Häberli über den Bergsturz von Bondo.

Galleria Periferia in Luzern, 24.9., 15 Uhr; 17 Uhr Konzert «duoplus»

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