Kammermusik

Das Belcea Quartett offeriert ein Amuse-Bouche zum Gourmetmenü

Ein musikalisches Häppchen des Belcea Quartetts lädt zum Testhören vor dem Konzert ein. Das Angebot wird genutzt. Schönberg und Beethoven erklingen wie aus einem Guss.
Gemeinsame Gesten, nicht nur am Schluss eines Satzes: Das Belcea Quartett spielt wie aus einem Guss.
Foto: zvg/Emanuel Ammon

An der hippen Gelato-Theke mit den kreativsten Sorten gibt es immer auch Probierlöffel. Ob man wirklich eine ganze Kugel Kürbis-Rosmarin-Gurken-Eis will, kann so unverbindlich getestet werden. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig war am Sonntagabend das Streichquartett Nr. 1 in d-Moll von Arnold Schönberg. So war es zumindest für Primgeigerin Corina Belcea. Im Meet und Greet inklusive offener Probe vor dem Konzert offenbart sie ihre persönliche Geschichte mit dem Stück: Beim ersten Hören des rund 45 Minuten langen Werks hat sie nach 10 Minuten aufgegeben. Beim zweiten Mal, mit Partitur, nach 15 Minuten. Und jetzt liebt sie es so richtig. Der Bratschist Krzsyztof Chorzelski mochte es schon immer, schlug es gar für das 30-Jahr-Jubiläum des weltbekannten Belcea Quartetts vor.

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