Religion

Eine Strafe Gottes? Wie das Inferno von Crans-Montana einen Deutungskampf auslöst

Religiöse Fanatiker sehen in der Brandkatastrophe Vorzeichen des Jüngsten Gerichts. Andere machen die Spassgesellschaft dafür verantwortlich. Der Theologe Georg Pfleiderer erklärt, was ein sinnvoller Umgang mit dem Deutungsbedarf sein könnte.
Ein Opfer mitverbrantnen Händen während der Trauerfeier im Wallis.
Foto: Laurent Gillieron

Überlebende des Flammeninfernos der Neujahrsnacht in Crans-Montana berichten «es waren apokalyptische Szenen». In der Tat: mehr apokalyptische Symbolik ist kaum vorstellbar. In früheren Zeiten wäre das wörtlich gemeint gewesen. Viele Menschen hätten ein Inferno wie dieses als Gottesstrafe für eine sündhafte Welt und als Vorzeichen des nahe herbeigekommenen Jüngsten Gerichts und des Fegefeuers verstanden, verbunden mit der Mahnung: Kehrt um, bessert euer Leben, lasst ab von eurem sündigen Lebenswandel!

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