27.02.2026, 05:00 Uhr
updateAktualisiert: 02.03.2026, 11:46 Uhr
Susanne Holz
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Am Konzert und St. Gallen zeigt man das Musical «Hair» als farbige Zeitkapsel – und trifft damit überraschend direkt die Gegenwart. Regisseur Krystian Lada strafft den Flower-Power-Stoff und formt aus wirren, psychedelischen Textflächen geistvolle Kleinszenen: Das Lebensgefühl zwischen freier Liebe, Drogen-Trip, Sinnsuche und Protest wird unmittelbar spürbar, ohne dass das Musical dafür künstlich «für heute» aufgepimpt wurde. Gerade das schwungvoll choreografierte Damals (Jess Williams) lädt zu Vergleichen mit der Gegenwart ein.
