In einer Ecke des Café Slavia sitzt ein Mann vor einem Glas Absinth. Das Licht ist dunkel und neben ihm schwebt eine gespenstische Figur: die «grüne Fee» begegnet ihm im Rausch. Sie ist halb Halluzination, halb kulturelle Projektion. Das Gemälde von Viktor Oliva steht sinnbildlich für eine kulturelle Praxis um 1900, in der Alkoholexzesse kein Randphänomen sind, sondern etablierter Teil des künstlerischen Alltags. Alkohol, so der Glaube vieler Maler und Schriftsteller, ermöglicht kreative Höhenflüge.
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